Demenzkranke separat betreuen

Demenzkranke Senioren werden zunehmend zum Problem in Alters- und Pflegeheimen, weil sie zu Verhaltensauffälligkeiten neigen. Immer mehr Heime setzen daher auf separate Wohnformen wie Demenzstationen.

Jeanette Herzog
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Demente Menschen leben in der Vergangenheit – ein altes Radio wissen sie daher eher zu bedienen. (Bild: Urs Bucher)

Demente Menschen leben in der Vergangenheit – ein altes Radio wissen sie daher eher zu bedienen. (Bild: Urs Bucher)

Wir werden immer älter – und mit dem Alter steigt das Risiko einer Demenzerkrankung. Mittlerweile leben schätzungsweise 102 000 demente Menschen in der Schweiz. In den Alters- und Pflegeheimen führt dies vermehrt zu Problemen. «Wenn ein Dementer häufig schreit, die Zimmer der anderen Bewohner ungefragt betritt, in der Nacht spazieren geht oder verlernt, wie man mit Messer und Gabel isst, wird das Zusammenleben mit nichtdementen Senioren schwierig», sagt Thomas Münzer, Chefarzt der Geriatrischen Klinik St. Gallen.

Die Alters- und Pflegeheime haben darauf reagiert: In den vergangenen Jahren zeichnete sich ein starker Trend zu separaten Demenzstationen ab. In der Ostschweiz haben bereits viele Heime um- oder ausgebaut. Im Kanton Thurgau bieten knapp 20 von 53 separate Wohnformen für Demenzkranke an und im Kanton St.Gallen ein guter Viertel der insgesamt 118 Heime.

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