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Kommentar

Debatte um St.Galler Berufsschulen: Keine Regionalpolitik zu Lasten der Schüler

Zur Zukunft der St.Galler Berufsschulen stehen verschiedene Ideen im Raum. Dass die Standorte fair auf die Regionen verteilt sind, ist wichtig. Für die Jugendlichen zählt aber am Ende die Qualität ihrer Schule noch mehr.
Adrian Vögele
Adrian Vögele, Redaktor Ressort Ostschweiz

Adrian Vögele, Redaktor Ressort Ostschweiz

Zuerst die Kantonsschulen, dann die Spitäler und jetzt auch noch die Berufsschulen: Im Kanton St.Gallen steht ein weiterer regionalpolitischer Streit bevor. Auslöser ist die Reform der Schulaufsicht, über die das Volk im November abstimmt. Dass Berufsschulstandorte geschlossen werden, davon ist in der Vorlage zwar nicht die Rede. Dennoch ist es verständlich, dass solche Ängste in der Diskussion mitschwingen. Im Linthgebiet etwa kommt die Reform zu einem heiklen Zeitpunkt. Die Region wartet seit längerem auf einen Berufsschulneubau, während das Bauvorhaben für die GBS in der Stadt St.Gallen beim Kanton hohe Priorität geniesst.

Nicht beruhigend wirkt in dieser Debatte auch die Forderung der Industrie- und Handelskammer, die St.Galler Berufsschulen müssten sich von «Gemischtwarenläden» zu Kompetenzzentren für bestimmte Branchen entwickeln. Klar: Die Schulen müssen stetig besser werden, wenn sie mit der Wirtschaft Schritt halten wollen. Dass die zumeist schon spezialisierten Berufsschulen des Kantons Thurgau als Vorbild für St.Gallen dienen könnten, klingt bestechend. Allerdings ist auch die St.Galler Berufsbildung nicht mehr in der Steinzeit: Es gibt nur wenige Lehrgänge, die an mehr als zwei Schulen im Kanton angeboten werden. Zudem gehen manche Ostschweizer Lehrlinge bereits heute ausserhalb ihres Kantons zur Schule, je nach Beruf. Dieses Modell hat Potenzial: Die Ostschweiz sollte ihre Zusammenarbeit in der Berufsbildung verstärken. Dass bei den Schulstandorten möglichst alle Regionen berücksichtigt sind, ist wichtig. Noch wichtiger aber ist es, diesen Streit nicht auf dem Buckel der Jugendlichen auszutragen: Für ihre Zukunft zählt die Qualität der Schule mehr als der Anfahrtsweg.

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