Dealer muss nicht ins Gefängnis

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Prozess Das Bezirksgericht Weinfelden hatte einen 43-jährigen IV-Rentner zu einer teil­bedingten Freiheitsstrafe von 28 Monaten verurteilt, von denen er 12 Monate absitzen müsste. Das Obergericht reduziert die Strafe nun auf 24 Monate und ordnet den bedingten Vollzug für die gesamte Strafe an. Der Schweizer hatte während rund eines Jahres 800 Gramm Heroingemisch verkauft und einen Nettoerlös von rund 24000 Franken erzielt. Damit finanzierte er seinen Eigenkonsum.

Er beantragte mit Berufung, die teilbedingte Freiheitsstrafe von 28 Monaten sei zu reduzieren, und es sei ihm für die gesamte Strafe der bedingte Vollzug zu gewähren. Das Obergericht folgte dem Antrag. Zu seinen Gunsten sprach, dass der Angeklagte nicht Mitglied einer Organisation war, und zudem selbst schwer drogenabhängig. Die Lebensumstände des Angeklagten hatten sich jedoch entscheidend verbessert. Er konsumiert keine Drogen mehr und wurde nicht mehr straffällig. Deshalb wurde ihm für die gesamte Freiheitsstrafe der bedingte Vollzug gewährt. Das Urteil ist rechtskräftig. (lw)