«Das Zelt ist ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft» – Zirkus Stey feiert sein neues Dach mit einer feierlichen Einsegnung

Platz für fast 700 Zuschauerinnen und Zuschauer: Zirkuspfarrer Adrian Bolzern hat das neue Zelt des Zirkus Stey gesegnet.

Sabrina Manser
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Mit Weihrauch und Weihwasser segnete der Zirkuspfarrer Adrian Bolzern das neue Zelt des Zirkus Stey.

Mit Weihrauch und Weihwasser segnete der Zirkuspfarrer Adrian Bolzern das neue Zelt des Zirkus Stey.

Bild: Michel Canonica

Es ist ein Bild, das man während einer Zirkusaufführung selten zu sehen bekommt: Die Show ist vorbei, der Applaus verklingt langsam, die Artisten ziehen sich zurück und dann betritt ein Pfarrer in liturgischer Garderobe die Manege. Dieses Szenario spielte sich am Donnerstagnachmittag auf der Bundwiese in Gossau im Zirkus Stey ab.

Der Schweizer Zirkus Stey ist seit seiner Premiere vom 11. Juni in Volketswil (ZH) mit einem neuen Zelt unterwegs. Wie der Direktor Martin Stey nach der Segnung sagt, gehöre es zur Tradition, ein neues Zelt zu segnen.

Eine Runde mit Weihwasser in der Manege

Die Zeremonie wurde von Zirkuspfarrer Adrian Bolzern durchgeführt. Trotz des religiösen Akts war die Stimmung locker. Der Solothurner Pfarrer begann damit, seine Bewunderung für den Mut, sich ein neues Zelt anzuschaffen, auszudrücken. Dann sprach er ein Gebet, um das Zelt und die Menschen darin zu segnen.

Danach wurde das Zelt – und vor allem die erste Reihe um die Manege – mit Weihwasser gesegnet, stets begleitet von fröhlichen Kommentaren des Pfarrers. Auch Rolf Stey, ehemaliger Direktor des Zirkus Stey, hatte die Ehre, eine Runde mit dem Weihrauch in der Manege zu drehen.

Ein neues Zelt und der Glaube an die Zukunft

Wie der Zirkuspfarrer später erzählt, war es bereits seine dritte Zirkussegnung. Trotzdem sagt er:

«Es ist immer speziell, ein Zirkuszelt zu segnen. So oft kommt es ja nicht vor.»

Gerade in der heutigen Zeit, während der Coronapandemie, zeige die neue Investition den Glauben an die Zukunft. Bolzern sagt: «Das neue Zelt ist ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft.»

Zirkusdirektor Martin Stey erklärt, das neue Zelt sei angeschafft worden, weil es grösser sei und somit den gesetzlichen Auflagen betreffend Platz aber auch Notausgängen entspreche. Im Zelt hätten fast 700 Zuschauerinnen und Zuschauer Platz. Das seien etwa 200 Plätze mehr als im alten Zelt. Aufgrund der coronabedingten Vorschriften dürfen zurzeit nur etwa 270 Personen auf den Bänken Platz nehmen.

Bis Sonntag werden noch Vorstellungen in Gossau aufgeführt, dann zieht der Zirkus weiter nach Weinfelden. In der Ostschweiz stehen noch Amriswil, Goldach, Altstätten, Kreuzlingen, Frauenfeld und Wil auf dem Tourneeplan.

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