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Das Zeitungsrascheln am Sonntagmorgen fehlt

Digital am Sonntag, Ausgabe vom 29. Oktober
Daniel Jaedig

Mit Startschwierigkeiten war ja wohl zu rechnen. Aber es ärgert trotzdem, wenn sich nach so viel erzeugter Vorfreude das ­E-Paper der «Ostschweiz am Sonntag» nicht öffnen lässt. Ja gut, es gibt da noch die suboptimale PDF-Variante. Doch was muss ich sehen: runtergeladen von einem Amazon-Server. Gratuliere! Dann machen Sie jetzt Amazon-CEO Jeff Bezos durch reduzierten Kundenservice und weniger Aufträge in der Schweiz auch noch reicher, zu Lasten von Arbeitsplätzen hier vor Ort. So wird die «Ostschweiz am Sonntag» selbst digital nicht lange überleben. Schade, echt schade.

Daniel Jaedig

Malvenstrasse 16, 8570 Weinfelden

Nun erscheint die «Ostschweiz am Sonntag» nur noch digital. Wir Abonnenten wurden auf die vielen Vorteile hingewiesen, die eine solche Umstellung mit sich bringen soll. Doch keiner davon ersetzt das schöne Gefühl des Zeitungsraschelns mit Kaffeeduft oder des gegenseitigen, kurzen Austauschs beim gemütlichen Frühstück am Sonntagmorgen. Dann hat man endlich Zeit zum Blättern, während man sich unter der Woche mit schnellem Überlesen begnügen muss. Dafür reicht freilich ein kleines Gerät. Was hat man sich aber dabei gedacht, den Leserinnen und Lesern am Sonntag den Gang zum Briefkasten abnehmen zu wollen. Nun stiert jeder am Sonntagmorgen für sich ins Smartphone oder Tablet. Haben wir das nicht schon die ganze Woche, wenn wir den öffentlichen Verkehr benützen? Beim E-Paper spielt zudem die Grösse des Bildschirms eine grosse Rolle, um ein nur annähernd gutes Gefühl beim Lesen zu erreichen. Dieses bringt das Smartphone auf jeden Fall nicht. Ganz zu schweigen davon, dass die E-Paper-Lösung keine gute sein kann, wenn man während des Lesens je nach Grösse des Bildschirms ständig aus den Artikeln fällt und wieder von vorne mit Blättern beginnen oder die Schriftgrösse immer wieder neu einstellen muss. Das kann definitiv nicht die Lösung sein.

Romy Manser

Hochwachtstr. 4, 9552 Bronschhofen

In der letzten gedruckten Ausgabe der «Ostschweiz am Sonntag» – die sinnigerweise in einem dicken, schwarzen Rahmen daherkommt – erklärt uns der publizistische Leiter Pascal Hollenstein in ernsten Worten die leidige Tatsache, dass man sich die Zeitung künftig selber holen muss, wenn man sie lesen will. Seine Krokodilstränen überzeugen wenig. Können Sie sich vorstellen, dass es Zeitgenossen gibt, die nicht auch noch in ihrer Frei- und Lesezeit auf einen Bildschirm starren wollen, bis sie viereckige Augen haben? Ewiggestrige, die einen guten Artikel gedruckt vor sich auf dem Tisch haben wollen? Auf Seite 13 der letzten Printausgabe werden unter dem originellen Titel «Alles bleibt anders» die vielen Vorteile eines Wechsels auf das E-Paper aufgezeigt.

Die Begründungen haben mich eher belustigt denn getröstet. Berührt aber schon. Geradezu rührend beispielsweise: «Der Gang durch Regen oder Schnee zum Briefkasten, womöglich im Bademantel und in Adiletten, wird überflüssig.» Mein Altpapierbündel soll ausserdem leichter werden. Ja wurde mir die letzten Jahre am Sonntag denn nur Altpapier geliefert? «Kein Gedränge mehr am Familientisch durch flatterndes Papier, das der Sitznachbar einem in den Teller hält» – jöö. Und die Probleme mit Kaffee- oder Konfiflecken auf den Zeitungsseiten fallen auch weg. Ich habe selten solch eine gelungene Glosse gelesen. Sehr geehrter publizistischer Leiter: «Guter Journalismus lässt sich nicht mit Sparen alleine sichern», schreiben Sie. Geben Sie also bitte wenigstens Ihren Journalisten Sorge.

Hans Rechsteiner Alte Badenerstrasse 15, Eggenwil AG

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