Kommentar

Subventionserhöhung für kulturelle Institutionen: Das St.Galler Stadtparlament handelt konsequent

Das St.Galler Stadtparlament hat am Dienstagabend konsequent gehandelt. Eine Ablehnung der Subventionserhöhungen nach der Gutheissung des Kulturkonzepts wäre nur eins gewesen: ein schlechter Witz. Das schreibt Daniel Wirth, Leiter der Tagblatt-Stadtredaktion, in seinem Kommentar.

Daniel Wirth
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Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion

Bild: Ralph Ribi

Das Stadtparlament hat dem Kulturkonzept Taten folgen lassen: Es hat den vom Stadtrat und der Geschäftsprüfungskommission beantragten Subventionserhöhungen an fünf Kulturinstitutionen deutlich zugestimmt. Die Störmanöver von CVP und SVP änderten daran gar nichts. Die FDP, die bei der Kultur das Geld in der Regel auch nicht mit dem Füllhorn ausschüttet, hat die Zeichen der Zeit erkannt: Kultur ist den Einwohnern der Stadt St.Gallen wichtig.

Das Stadtparlament hat konsequent gehandelt. Ein Kulturkonzept gutzuheissen und danach die darin vorgeschlagenen Subventionserhöhungen abzulehnen, wäre nur eins gewesen: ein schlechter Witz. Mit den nun gesprochenen Subventionserhöhungen hat das Stadtparlament das Textilmuseum, das Sitterwerk, die Grabenhalle, die Kunsthalle und das Figurentheater finanziell nicht auf Rosen gebettet. Diese fünf Institutionen können ab jetzt lediglich ihren Aufwand etwas entspannter decken.

Der Stadtrat hat aus vergangenen Kulturdebatten die Lehren gezogen. Denn 2018 schickte das Parlament eine Textilmuseum-Vorlage noch einstimmig an den Absender zurück mit der Begründung, sie sei unvollständig. Die fünf Vorlagen, die er nun dem Parlament vorgelegt hat, waren gut begründet. Das war der Hauptgrund, weshalb die CVP/EVP-Fraktion mit ihrer Salve an Kürzungsanträgen und die SVP mit Ablehnung der Erhöhungen das Ziel verfehlten.

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