Das Schlangestehen wird zum Fest

ST. GALLEN. Die Schlange der wartenden OpenAir-Anhänger reichte gestern schon am Morgen bis zum Schwimmbad Lerchenfeld. Die ersten mussten dickes Sitzleder beweisen, denn das OpenAir St. Gallen öffnete erst um 15.30 Uhr – immer noch eine Stunde früher als geplant.

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ST. GALLEN. Die Schlange der wartenden OpenAir-Anhänger reichte gestern schon am Morgen bis zum Schwimmbad Lerchenfeld. Die ersten mussten dickes Sitzleder beweisen, denn das OpenAir St. Gallen öffnete erst um 15.30 Uhr – immer noch eine Stunde früher als geplant. Noch früher konnten die Verantwortlichen die Tore nicht öffnen, denn das Wetter hatte dem Sittertobel stark zugesetzt. «Seit dem Morgen wurde Wasser abgepumpt», sagte Sabine Bianchi, Mediensprecherin des OpenAir.

Sonnenbrille und Regenjacke

Das schlechte Wetter konnte aber weder den Vordersten noch den Hintersten der Schlange die Stimmung verderben. Thomas Dörflinger und Simon Nef aus Wil fanden sogar: «Anstehen hat sein ganz besonderes Feeling, es gehört einfach dazu.» Die beiden mussten sich motivieren, denn sie gehörten zum Schlusslicht. Für andere hatte das lange Warten auf den Einlass einen praktischen Grund: «Unser Ziel ist es nicht, in Schräglage schlafen zu müssen», sagte eine Gruppe Gymnasiasten aus Bern. «Dafür lohnt es sich schon, etwas Geduld zu haben.»

Andreas Stoller aus Mörschwil kann bei seinem 16. Besuch in Folge schon bald als OpenAir-St. Gallen-Mammut bezeichnet werden. Passend ist er auch für jedes Wetter ausgerüstet. «Ich habe eine Sonnenbrille dabei, das muss reichen», sagte er, während sich die Sonne kurz zeigte. Trotz allem Optimismus gab er aber zu, dass er die Regenjacke zuoberst im Rucksack hat.

Fehler wurden behoben

Probleme gab es aber bereits am ersten Tag beim Lesen einiger wenigen Tickets. Bianchi: «Die Viertagespässe wurden als Eintagestickets angezeigt. Wir konnten den Fehler aber in der Zwischenzeit beheben, und jetzt läuft alles nach Plan.» (rr/chs/ren)