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Das «Schäfli», eine Dorfbeiz mit indischen Akzenten

Das «Schäfli» in Romanshorn ist beides: Gutbürgerliches, traditionelles Restaurant und weltoffene Küche mit asiatischem Touch.
Urs Bader
Gutbürgerlich und indisch: das «Schäfli» in Romanshorn. (Bild: Reto Martin)

Gutbürgerlich und indisch: das «Schäfli» in Romanshorn. (Bild: Reto Martin)

Angetan haben es uns beim «Schäfli» in Romanshorn zunächst die schwarzen Tafeln vor dem Lokal, auf denen – wie früher – verschiedene Menus angepriesen werden. Verlockend. Gutbürgerlich. So ist denn auch die Speisekarte – mit Akzenten, die eine Referenz an die Herkunft des Pächters und Kochs sind. Sasi Thillainathan stammt aus Sri Lanka. Seit 30 Jahren lebt er in der Schweiz, solange arbeitet er auch schon in der Gastronomie, seit 18 Jahren selbstständig. Er ist gewissermassen Autodidakt. Wo immer er gearbeitet hat, unter anderem im «Römerhof» in Arbon, hat er Erfahrungen gesammelt, gelernt. Kochen ist seine Leidenschaft, sein Leben.

Seit zweieinhalb Jahren ist Sasi Thillainathan nun auf dem «Schäfli» in Romanshorn, einem Quartierrestaurant in Bahnhofsnähe, in dem die Zeit etwas stehen geblieben ist, was aber seinen Reiz hat. Er kümmert sich herzlich um seine Gäste.

Ausflug nach Südasien

Bei unserem Besuch kamen zuerst zwei herzhafte Suppen auf den Tisch, eine Morchelsuppe mit Rahmhaube (12.–) und von der Wildkarte eine Marronisuppe mit Zitronen-Olivenöl und einem Speckchips (10.–). Da die Abende nun doch wieder kühler werden, ein passender und mundender Auftakt. Dem folgte auf der einen Tischseite eine mit Honig marinierte zarte Entenbrust an Soja-Currysauce mit Reis und einem Bouquet von frischem Gemüse – mit seiner diskreten Schärfe ein gelungenes Gericht (27.50). Von der Wildkarte ging es weiter mit schön zart-rosa gebratenen Wildschwein-Filet Mignon mit Morchelrahmsauce, hausgemachten Spätzli, Rosenkohl, Rotkraut, glasierten Marroni und einem halben Apfel mit Preiselbeeren – ausgezeichnet (29.50).

Da in unseren Breitengraden Morcheln nicht gerade Saison haben, hätte man sich jetzt auch andere Wildpilze im Gericht vorstellen können. Das Preis-Genuss-Verhältnis ist im «Schäfli» auf jeden Fall sehr vorteilhaft. Auf der Karte finden sich neben «Klassikern» der hiesigen bürgerlichen Küche eben auch ein paar Gerichte mit asiatischem Touch, unter den Fischmenus etwa das Zanderfilet «Tropical» mit frischer Ananas und Banane an Mango-Currysauce, Basmatireis und Gemüse (28.50). Ab Ende November bis März gibt es dann auch eine Karte mit indischen Gerichten; sie ist auf der Homepage schon einsehbar. Das werden wir uns nicht entgehen lassen.

Im Übrigen wird das Angebot saisonal angepasst, wie jetzt eben mit Wild. Beim Wein gab es zuerst einen fruchtig-frischen Müller-Thurgau vom Untersee (Gropp von Rutishauser, 5.50/dl), danach einen nicht allzu schweren, ebenfalls recht fruchtigen Rioja Crianza vom Weingut Bodegas Casa Primicia (42.–). Auch für den Wein gilt: vernünftige Preise.
Urs Bader

Zum Schäfli

Hafenstr. 32, 8590 Romanshorn Tel. 071 463 10 31,

www.schaefli-romanshorn.ch

Öffnungszeiten (bis März): Mo Ruhetag, Di-Fr 11 bis 14 und 17 bis 23 Uhr, Sa/So 11 bis 23 Uhr.

Karte: Salat/Vorspeisen ab 7.50, Hauptgerichte ab 24.50, drei Mittagsmenus ab 15.50.

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