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Das Romanshorner Sommernachtsfest endet mit einem Knall

Seit fast 25 Jahren lockt das Sommernachtsfest jährlich mehr Besucher an. Auch dieses Jahr sind die Organisatoren zufrieden – trotz Hitze und Unwetter am 1. August. Gestern endete das dreitägige Festival mit einem Feuerwerk und der Rapperin Steffe la Cheffe.
Maria Keller
Besucher des Romanshorner Sommernachtsfest bestaunen das Feuerwerk. (Bild: Ralph Ribi, Romanshorn, 4. August 2018)

Besucher des Romanshorner Sommernachtsfest bestaunen das Feuerwerk. (Bild: Ralph Ribi, Romanshorn, 4. August 2018)

Dies ist ein Artikel der «Ostschweiz am Sonntag». Die ganze Ausgabe lesen Sie hier.

Am Samstagabend um 20 Uhr, bei den gewohnten 30 Grad, tummeln sich die Besucher wie Ameisen auf dem Gelände: Das Sommernachtsfest am Romanshorner Hafen ist auch nach zwei Jahrzehnten nicht langweilig. Es wird gegessen, getrunken, gefeiert. Und getanzt. Die Musik der Bands, die auf der Raiffeisen-Bühne spielen, sind bis nach Arbon zu hören.

Alleine mit der unendlichen Auswahl an Essständen könnte man sich den ganzen Abend beschäftigen. Neben klassischen Seenachtsfest-Menus wie Ra­clette, Currywurst und Knoblibrot können Experimentierfreudige auch an den griechischen, indischen und spanischen Ständen ihre Bäuche füllen. Und wer nach dem Essen noch mag, traut sich auf die Bahnen «T-Rex-Tower» oder «Crazy Wheels». Die ruhigeren Gemüter setzen sich derweil lieber in einen Autoscooter. So wie dies ein Vater tut, mit seinem kleinen Sohn auf dem Schoss.

(Bild: Reto Martin)
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(Bild: Ralph Ribi)
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(Bild: Ralph Ribi)
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(Bild: Ralph Ribi)
(Bild: Ralph Ribi)
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Seenachsfest Romanshorn

Schweizer Band überzeugt ohne grosse Show

«Ich finde es toll, dass man es hier auch ruhiger angehen kann. Ich sitze gerne einfach am Seeufer und beobachte das bunte Treiben um mich herum», sagt eine Besucherin. Sie fühle sich auch als Nichtpartygängerin wohl. Die Atmosphäre scheint tatsächlich für jeden einladend zu sein. Wer es langsam angehen will, hält sich jedoch besser fern von der Siebenschläferbar und der vordersten Konzertreihe. Während sich dort das Publikum während der Darbietung von The Rising Lights noch zurückhält, heizt ihm The Gardener & The Tree so richtig ein. «Ich höre die Band schon seit Jahren auf Spotify, und freue mich nun, ­ihnen live zu begegnen», sagt ein Teenager.

«The Gardener & The Tree». (Bild: Ralph Ribi, Romanshorn, 4. August 2018)

«The Gardener & The Tree». (Bild: Ralph Ribi, Romanshorn, 4. August 2018)

Ohne grosses Tamtam legt die Schaffhauser Indie-Folk-Band los und hat das Publikum bereits mit dem ersten Lied am Haken. Die Verspätung von 15 Minuten ist ihnen verziehen. Die Freude der fünf Musiker, die sich während des Spielens gegenseitig zugrinsen, überträgt sich auf das Publikum. Spätestens als sie ihr drittes Lied «7$ Shopping» anstimmen, hüpfen und klatschen die vordersten Reihen im Takt mit. Ohne grosse Show oder lange Ansprachen zieht die Band ihr Programm souverän durch. Und erzeugen eine friedliche und motivierte Stimmung unter den Feiernden. Nach The Gardener & The Tree hält Steff La Cheffe um 23 Uhr die Besucher davon ab, nach Hause zu gehen. Zudem folgt mit dem Grande Finale noch ein weiterer Höhepunkt des dreitägigen Sommernachtfests: das Feuerwerk auf dem See.

Besucherzahlen sind markant gestiegen

Seit 23 Jahren strömen die Besucher jährlich an den Bodensee, um Livemusik, Lunapark und Jahrmarkt zu erleben. «Anfangs war ich noch ein kleiner Junge», erinnert sich OK-Präsident Cello Fisch. Seither sei einiges passiert. Das Areal ist gewachsen und mit ihm auch die Besucherzahlen. So hätten die Organisatoren die ersten Jahre 7000 bis 8000 Besucher gezählt, sagt Fisch. Im letzten Jahr kamen alleine am Samstag beinahe 15000 Festbegeisterte. Auch die diesjährige Tendenz sei bereits nach dem ersten Abend steigend.

Schon am Freitagabend zieht Fisch ein positives Fazit. Er mische sich jeweils gerne unter die Leute. «Bisher habe ich ausschliesslich sehr positives Feedback erhalten. Die Leute haben Freude.» Das bunte Potpourri an Musikern aus aller Welt überzeugt schon beim Durchblättern des Programms. «The Hooters» aus den USA begeisterten am Donnerstag die Rockfans, der Luzerner Dominic Schoemaker jene des Blues.

«Vieles war früher einfacher, dafür können wir heute ein breiteres und vielfältigeres Programm anbieten»,

sagt Fisch. Die Bühne sei in den Anfängen sehr einfach gewesen, der Platz beschränkt, das Programm ausbaufähig. In diesem Jahr kriegen auch Nachwuchskünstler die Gelegenheit, auf einer eigenen Bühne ihr Können unter Beweis zu stellen. Alles müsse und solle aber nicht geändert werden. Bewährtes werde beibehalten. «Das traditionelle Feuerwerk ist vom Sommernachtsfest nicht mehr wegzudenken. Zum Glück können wir es trotz der Hitze dank einer Spezialbewilligung durchführen.» Wegen der Hitze kommen laut Fisch die meisten Besucher erst später gegen den Abend. «Das ist aber nicht weiter schlimm.»

Die grösste Herausforderung sei dieses Jahr die neue Platzeinteilung gewesen. «Es gibt immer Optimierungsmöglichkeiten, aber das sind mittlerweile Kleinarbeiten.» Das Unwetter am 1. August hat laut Fisch keinen massgebenden Schaden angerichtet. «Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.»

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