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Das können Festivalbesucher von der japanischen Fussball-Nati lernen

Während (zu) viele Festivalgänger in St.Gallen und in Frauenfeld ihr Zelt und ihren Abfall liegen liessen, bewiesen die japanischen Spieler und ihre Fans an der Fussball-WM bemerkenswerten Ordnungssinn und Anstand.
Martin Oswald

Das verlassene Festivalgelände in Frauenfeld

Am Tag nach dem Open Air Frauenfeld zeigte sich dieses Bild:

(Bild: Reto Martin)

(Bild: Reto Martin)

Liegengelassen wurde alles Mögliche: Zelte, Stühle, Kühlboxen, Gummistiefel, Regenjacken, Sonnencrème.

(Bild: Reto Martin)

(Bild: Reto Martin)

Auf der Facebook-Seite des "Tagblatts" sind die Kommentare zu diesen Bildern eindeutig. "Die sind mit 180 durch die Kinderstube gefahren", schreibt Cornelia Koch. Tony Berglas sagt: "Kein Respekt mehr vor der Natur." Und der Kommentar von Amanda Gunsch:

"Eine egoistische Wegwerfgesellschaft"

Besucher bezahlen pro Zelt 20 Franken Depot, welches sie zurückerhalten, wenn sie das Gelände gemeinsam mit ihrem Zelt verlassen. Der Veranstalter schreibt auf seiner Webseite: "Zum Wohle aller, aber auch unserer Umwelt zuliebe, bitten wir euch um aktive Unterstützung". Doch der Appell bleibt ungehört. Daniela Vetsch schlägt darum auf Facebook vor, den Depot-Betrag auf 200 Franken zu erhöhen.

Auch am Open Air St.Gallen blieben 600 Zelte stehen. Das sei ein Rückgang, wie Finanzchef Cyrill Stadler mitteilt. 91 Prozent der Besucher hätten ihr Zelt wieder mit nach Hause genommen. Doch auf Facebook vermag das kaum jemanden zu überzeugen. René Landenberger schreibt: "Ein Spiegel unserer Gesellschaft. Es ist eine Schande."

Anschauungsunterricht, wie man es besser macht, gibt es für die Festivalbesucher ausgerechnet an der Fussball-WM in Russland.

Japanische Fans räumen Stadion auf

Japan verlor an der WM in einem dramatischen Spiel mit 2:3 gegen Belgien. Die Enttäuschung bei den Fans ist gross. Und was machen sie? Sie sammeln in ihrem Sektor im Stadion allen Müll zusammen - bis auf den kleinsten Fetzen Papier.

Japanische Fans räumen im Stadion auf. (Bild: AP Photo/Pavel Golovkin)

Japanische Fans räumen im Stadion auf. (Bild: AP Photo/Pavel Golovkin)

Die Kabine der Japaner nach dem Spiel

Ebenso beeindruckend ist die japanische Mannschaft. Die Japaner haben ihre Kabine in der Rostow Arena in einem tadellosen Zustand verlassen - kein Dreck, keine verschwitzten Trikots, keine umgeworfenen Stühle. Während andere Teams nach den Spielen gerne ihren Müll zurücklassen, wirkte der Umkleideraum der "Samurai Blue" hinterher fast wie neu. Doch nicht nur das: Die Delegation schrieb "Danke" in russischer Sprache auf ein Schild.

Eine Mitarbeiterin der FIFA sagte: "Was für ein Beispiel für alle Teams. Es war ein Privileg, mit ihnen zu arbeiten."

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