Das Erfolgsrezept heisst «Frohsinn» Landschlacht

Daniel und Esther Rüesch-Boerboom sorgen für Kontinuität: Seit April 2000 verwöhnen sie ihre Gäste im «Frohsinn» in Landschlacht. Mitten im Dorf steht das 250 Jahre alte Fachwerkhaus, wo früher Grossvater Rüesch Brot backte, bis sein Sohn Ferdinand das Wohnzimmer zu einem Saal umbaute und zu kochen begann....

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Daniel und Esther Rüesch-Boerboom sorgen für Kontinuität: Seit April 2000 verwöhnen sie ihre Gäste im «Frohsinn» in Landschlacht. Mitten im Dorf steht das 250 Jahre alte Fachwerkhaus, wo früher Grossvater Rüesch Brot backte, bis sein Sohn Ferdinand das Wohnzimmer zu einem Saal umbaute und zu kochen begann. Sein Kalbsgeschnetzeltes, Riz Casimir, aber auch seine Grilladen waren schnell über die Regions- und Kantonsgrenzen hinaus bekannt, und so entwickelte sich der «Frohsinn» zu einem Spezialitätenrestaurant par excellence.

Thurgau–Kalifornien–Thurgau

Glücklicherweise fällt der Apfel nicht weit vom Stamm, denn Sohn Daniel Rüesch und seine Frau Esther führen weiter, was Vater Rüesch vorgelegt hat. Das ist keine Selbstverständlichkeit, aber ein Erfolgsrezept. Noch heute reservieren die Gäste einen Tisch im «Frohsinn» – auch unter der Woche empfohlen! –, weil sie wissen, dass ihre Erwartungen nicht enttäuscht werden.

Mit einer speziellen Karte setzt der Küchenchef frische, saisonale Akzente. Wir eröffnen den Gaumenschmaus mit Gambas al ajillo (10.50) und Thurtaler Tomatensalat Mozzarella mit Balsamico- Dressing und Bärlauchpesto (8.50). Die geräucherten Felchenfilets vom Bodensee (mit frischen Salaten garniert, 23.50) bezieht Daniel Rüesch im Dorf. California Salad, Blattsalat mit Balsamico- Dressing und Riesencrevetten (23.50) oder Steak & Prawns (37.50), Rindsfiletsteak mit Riesencrevetten vom Grill, spiegeln die Vergangenheit des Küchenchefs wider: Nach seiner Lehre im «Haldenhof» Fruthwilen arbeitete er (unter anderem) in der «Fishermans' Wharf» in San Francisco.

Rüesch tat gut daran, diese Kombination auch den Thurgauern vorzusetzen. Das Rindsfilet, butterzart, wird mit einer Beilage nach Wahl serviert (Pommes frites, Rösti, Reis, Nudeln oder Gemüse). Zum argentinischen Pferdefilet (28.50) wird hausgemachte Kräuterbutter oder Pfeffersauce gereicht. Als Beilage passte die Rösti ausgezeichnet, genauso wie zum Kalbsgeschnetzelten an Rahmsauce. Dieser Klassiker überzeugte, nicht zuletzt dank seiner perfekten Würze.

Preiswerte Empfehlungen

Getrost hätten wir die Weinauswahl Esther Rüesch-Boerboom überlassen können. Die gebürtige Holländerin und ausgebildete Chef de Service liebt Weine. Blindlings verlassen sich die Gäste auf den Geschmack der sympathischen Gastgeberin, die keine qualitativen, hingegen finanzielle Grenzen setzt: Eine Weinempfehlung kostet nie über 42 Franken. Zur Feier des Tages bestellen wir einen Amarone 2003 (57.–) und werden freundlicherweise gefragt, ob wir eine Flasche vom Keller wünschen. Nebst den Italienern gibt es auch Spanier (Jumilla Petit Verdot, 2001, Casa de la Ermita, 45.–), Franzosen- (Château Paveil de Luze, Saint Emilion 1999, 42.–), Südafrikaner, Australier und Schweizer Weine.

Den kulinarischen Teil des Abends schlossen Palatschinken mit Vanilleglace und Schokoladensauce mit Thurgauer Erdbeeren garniert (10.50) ab. Überzeugt und gemundet haben die Beeren, während der Palatschinken eine Spur zu dick ausgefallen ist.

Unser Eindruck: Die Rüeschs führen fort, was ihre Gäste erwarten: Konstanz, Qualität und Frische zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis. Ob im Saal oder am Schiefertisch: Hier fühlt man sich wohl – auch dank der freundlichen und blitzschnellen Bedienung. (cl)


Visitenkarte

Frohsinn, Landschlacht

Vorderdorfstr. 16, 8597 Landschlacht, Daniel und Esther Rüesch-Boerboom.

Telefon 071 695 11 75

Öffnungszeiten: Mo und Di Ruhetag

Karte: Mittagsmenü 14.– bis 28.–, Vorspeisen 8.50 bis 10.50, Hauptgänge 23.50 bis 37.50

Besonderes: Im Sommer Gartenrestaurant mit 40 Sitzplätzen. Genügend Parkplätze vorhanden.

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