Das «Duo Sarian» aus der Region Frauenfeld holt sich den kleinen Prix Walo 2019

Die Hackbrettspieler Samuel Aeschbacher und Florian Iseli haben am ersten Adventssonntag dieses Jahres den begehrten Preis gewonnen. 

Janine Bollhalder
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Florian Iseli (20) und Samuel Aeschbacher (18) spielen gemeinsam Hackbrett.

Florian Iseli (20) und Samuel Aeschbacher (18) spielen gemeinsam Hackbrett. 

Bild: PD

Wie fühlt sich der Sieg des kleinen Prix Walo an?

Samuel Aeschbacher: Es war ein cooler Anlass und wir sind eigentlich sehr überrascht gewesen, dass wir die Auszeichnung gewonnen haben.

Wie haben Sie sich auf Ihren Auftritt vorbereitet?

Wir haben natürlich mehr als sonst trainiert, also eigentlich jeden Tag. Und auch so oft wie möglich haben wir gemeinsam geprobt.

Wie proben Sie, wenn Sie sich nicht auf einen Auftritt vorbereiten?

Normalerweise proben wir drei- bis viermal pro Woche alleine und versuchen, mindestens einmal gemeinsam zu proben – aber das kommt halt darauf an, was sonst noch alles bevorsteht.

Wie vereinbaren Sie den Job, die Freizeit und das Hackbrettspielen?

Wir finden eigentlich immer Zeit für das Hackbrettspielen. Wir proben meistens nach Feierabend oder an den Wochenenden.

Haben Sie ein Ziel mit der Musik, welches Sie erreichen möchten?

Nein, da fällt mir wirklich nichts ein. Wir spielen, weil es uns Spass macht und nicht, weil wir irgendetwas erreichen möchten.

Wie sind Sie mit der Nervosität vor dem Auftritt umgegangen?

Wir haben recht lange auf unseren Auftritt warten müssen, da steigt die Nervosität natürlich schon. Aber als wir dann auf der Bühne waren und angefangen haben zu spielen, waren wir wieder locker. Und ein bisschen nervös muss man ja sein, da ist auch gut so.

Vor Ihrem Auftritt hat Moderator Sepp Trütsch Ihren Kollegen Florian Iseli gefragt, ob Sie sein Kollege oder Freund seien. Können Sie sich erklären, weshalb diese Frage auftauchte?

Nein, wir waren völlig unvorbereitet auf dieses Gespräch. Vielleicht einfach, weil wir gemeinsam auf die Bühne gekommen sind. Ich bestätige aber gern nochmals: Wir sind nur Kollegen. (lacht)

Im gleichen Gespräch hat Ihr Kollege gesagt, dass das Stimmen des Hackbretts aufgrund der Temperaturen schwierig sei.

Die Temperaturen machen das Stimmen wirklich schwer – egal, ob Hitze oder Kälte. Die Saiten sind an Holz befestigt, und dieses dehnt sich je nach Temperatur aus oder zieht sich zusammen. Das Stimmen kann deswegen manchmal bis zu einer Dreiviertelstunde dauern. Das ist schon ein Aufwand.

Wie haben Sie die vorgetragenen Stücke ausgewählt?

Wir haben – wie schon in der Vorausscheidung – das Stück «E wörzigs Bröckli Appezöller Chääs» von Nicolas Senn gespielt. Allerdings haben wir es ein wenig abgeändert und neue Sachen eingebracht. Wir haben fünf Minuten Zeit auf der Bühne bekommen, deshalb haben wir auch noch das Stück «Emil spielt Hackbrett» gespielt.

Wie ist Ihr Bezug zu Nicolas Senn?

Durch ihn sind wir eigentlich zum Hackbrettspielen gekommen: Er hat uns inspiriert. Wir haben ihn auch schon getroffen, als wir in seiner Sendung «Potzmusig» auftreten durften. Es war cool, mein Idol zu treffen.

Welche Musik hören Sie privat?

Keine Volksmusik, sondern Charts. Aber ein bestimmtes Lieblingslied könnte ich spontan nicht nennen.

Wie finden Ihre Freunde es, dass Sie Hackbrett spielen?

Sie finden das cool. Es ist ja auch ein spezielles Hobby.

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