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Das dritte Ja: Der Doppelspur-Ausbau in Rorschach rückt in Reichweite

Nach dem Ständerat heisst nun auch die nationalrätliche Verkehrskommission den Doppelspurausbau zwischen den Bahnhöfen Rorschach Stadt und Rorschach gut. In der Sommersession wird der Nationalrat das Bahn-Ausbaupaket 2035 beraten.
Christoph Zweili
Die fehlende Doppelspur in Rorschach bremst den Bahnausbau Richtung München. (Bild: Urs Bucher)

Die fehlende Doppelspur in Rorschach bremst den Bahnausbau Richtung München. (Bild: Urs Bucher)

Die Beseitigung der letzten Einspurinsel auf der Schweizer Ost-West-Achse ist keine Bagatelle –für die Ostschweizer Verkehrsdirektoren nicht. Und auch nicht für die nationalrätliche Verkehrskommission. Diese nahm in den vergangenen zwei Tagen zwar Feinjustierungen beim Bahnausbau 2035 vor, beliess aber den Doppelspur-Ausbau zwischen den Bahnhöfen Rorschach Stadt und Rorschach im Paket. «Auch wenn die Beseitigung des Nadelöhrs für den Bund derzeit nicht oberste Priorität hat: die Kommission sieht in der Beseitigung der Schwachstelle Vorteile für die Fahrplanstabilität», kommentiert der St. Galler CVP-Nationalrat Thomas Ammann den Entscheid.

Fachleute sagen, je dichter ein Fahrplan ist, desto grösser sind die Folgewirkungen von Störungen auf das Netz. Daraus lässt sich ableiten: Mit einer durchgehenden Doppelspur in Rorschach ist jeweils die Gegenrichtung nicht tangiert, also störungsfrei.

Mit dem Vollknoten kreuzen Züge neu in Rorschach

Der St. Galler Volkswirtschaftschef Bruno Damann hat ein explizites Interesse am Doppelspurausbau (Ausgabe vom 27. April), denn im Jahr 2035 rückt St. Gallen näher an Zürich. Dannzumal werden schnelle IC-Fernverkehrszüge mit einer Fahrzeit von 53 Minuten zu jeder vollen und halben Stunde in den Knoten St. Gallen eingebunden. Dasselbe gilt für den EC Zürich–St. Gallen–München, der ab 2020 fahren wird. Mit diesem Vollknoten mit schlanken Anschlüssen auf den Regionalverkehr treffen die IC einige Minuten früher als bisher ein. Damit die Anschlüsse ins Rheintal erhalten bleiben, sollen die S-Bahnen ab St.  Gallen rund sieben Minuten früher als bisher Richtung Rheintal abfahren. «Das führt dazu, dass die S-Bahnen mit dem Eurocity und mit dem Rheintal-Express (REX) neu im Raum Rorschach kreuzen werden. Für einen stabilen Bahnbetrieb ist deshalb die Doppelspur Rorschach Stadt-Rorschach nötig», sagt Damann.

Der St. Galler Ständerat Paul Rechsteiner hatte die Doppelspur zwischen den beiden Bahnhöfen – im kantonalen Richtplan schon seit 2007 vorgesehen – im Bahn-Ausbauprogramm 2035 untergebracht: Eine Mehrheit in der kleinen Kammer stimmte seinem Antrag zu und bewilligte dafür 30 Millionen Franken. Die Verkehrskommission des Ständerates hatte vor allem mit der Fahrplan-Stabilität «auf der national wie international bedeutenden Verbindung» argumentiert.

Nationalrat entscheidet in der Sommersession

Ähnlich sieht es nun die nationalrätliche Verkehrskommission. «Widerstand gegen das Projekt gab es keinen», sagt Ammann. «Die bauliche und technische Machbarkeit des Doppelspurausbaus ist bestätigt. Angesichts des 13-Milliarden-Ausbaupakets sind 30 Millionen Franken ein geringer Betrag.»

Der St. Galler Nationalrat sieht den Doppelspur-Ausbau in trockenen Tüchern, wenn der Nationalrat in der Sommersession das «Strategische Entwicklungsprogramm Eisenbahninfrastruktur. Ausbauschritt 2035» berät. «Es wird keine regionalen Verteilkämpfe geben», sagt er. «Und ich gehe davon aus, dass nun auch die Standortgemeinde Rorschach hinter dem Doppelspur-Ausbau steht.»

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