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«Das Damoklesschwert hängt über meinem Mandanten»

Prozess Heute fand der zweite Prozesstag gegen einen mutmasslichen Vergewaltiger und gewerbsmässigen Dieb statt (Ausgabe von gestern). Der Verteidiger kritisierte vor allem die lange Verfahrensdauer. «Seit sieben Jahren hängt ein Damoklesschwert über dem Kopf meines Mandanten.

Prozess Heute fand der zweite Prozesstag gegen einen mutmasslichen Vergewaltiger und gewerbsmässigen Dieb statt (Ausgabe von gestern). Der Verteidiger kritisierte vor allem die lange Verfahrensdauer. «Seit sieben Jahren hängt ein Damoklesschwert über dem Kopf meines Mandanten. Und das bei einer behaupteten so schweren Tat, das ist ein Skandal», sagte Martin Jäggi zu Beginn vor dem Bezirksgericht Weinfelden. Sämtliche Einvernahmen seines Mandanten seien vor Gericht nicht verwertbar, sagte der Verteidiger des 36jährigen Kurden. «Die zwingend notwendige Verteidigung wurde mir nicht gewährt. Mein Mandant wurde ohne mein Beisein einvernommen, sechsmal während insgesamt 16 Stunden.» Auch bei den Einvernahmen des mutmasslichen Opfers, der damals 19jährigen Frau, sei sein Teilnahmerecht verletzt worden. Komme dazu, dass es keine Konfrontation zwischen mutmasslichem Opfer und Täter gab. «Ihr damaliger Freund hatte gesagt, er würde sie zusammenschlagen, sollte sie fremdgehen, solange er im Gefängnis sitzt – ich denke, hier haben wir das Motiv für ihre Anschuldigungen.» Die Aussagen weiterer Befragter zeigten, dass es keine Hinweise auf Vergewaltigung gäbe. Auch die Untersuchungsbehörden hätten Zweifel an den Ausführungen der Frau geäussert.

Drei der rund dreissig Einschleichdiebstähle, die dem Beschuldigten ausserdem zur Last gelegt werden, gibt dieser zu. Bei allen anderen fehlten die Beweise, sagte sein Verteidiger. Sein Mandant habe erklärt, wie er als Händler an das bei ihm gefundene Deliktsgut gelangt sei. Der Verteidiger verlangt eine Gesamtstrafe von höchstens vier Jahren. Die Staatsanwaltschaft fordert hingegen zehn Jahre und sechs Monate. (mte)

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