Das Cashless-System scheidet die Geister

ST.GALLEN. Die einen halten das neue, bargeldlose Bezahlsystem am OpenAir für unkompliziert und effizient. Die anderen finden es umständlich und nerven sich ob der Wartezeiten. Die OpenAir-Leitung spricht angesichts der aufgetretenen Probleme von Kinderkrankheiten, ist insgesamt aber zufrieden.

Markus Stehle
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Besucher bezahlen neu per Chip. (Bild: Benjamin Manser)

Besucher bezahlen neu per Chip. (Bild: Benjamin Manser)

Das OpenAir St.Gallen führt dieses Jahr erstmals ein bargeldloses Zahlungssystem ein. Jeder Festivalbesucher muss an sogenannten Cash-Points ein Guthaben auf einen Chip laden, der im Festivalbändel integriert ist. An den Kassen der Stände und Bars hält der Kunde dann den Chip gegen einen Sensor, woraufhin der jeweilige Kaufpreis vom Guthaben abgezogen wird.

Die Organisatoren versprachen sich von diesem Konzept schnellere Abläufe im Zahlungsverkehr und eine erhöhte Sicherheit für die Besucher. Diese können ihre Bändel personalisieren lassen – was ein leichtes Ersetzen des Bändels ermöglicht, wenn dieser gestohlen wird oder verloren geht.

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Startschwierigkeiten

Reibungslos verlief die Systemeinführung nicht. So stiegen zum Teil an den Cash-Points die Lade-Maschinen aus. Zudem fehlten am Donnerstag die Geräte zur Personalisierung der Bändel noch vielerorts. Schliesslich reihten sich am Info-Point, der Anlaufstelle bei Bändel-Problemen, fast durchgehend OpenAir-Gänger in die Warteschlange ein. Einigen wurde zum Beispiel das eingelöste Guthaben nicht auf den Chip geladen.

Auf sie haben viele gewartet: Auftritt der Ärzte mit Farin Urlaub zum Abschluss des OpenAirs. (Bild: Benjamin Manser)
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Die Ärzte rocken das Sittertobel. (Bild: Benjamin Manser)
Deutsch-Punkrock aus Berlin: Die Ärzte. (Bild: Benjamin Manser)
Ärzte-Frontmann Farin Urlaub. (Bild: Benjamin Manser)
Danielle Haim, Sängerin der Band Haim aus den USA. (Bild: Luca Linder)
Die Band Haim besteht aus drei Schwestern aus den USA. (Bild: Benjamin Manser)
Das Goldacher DJ-Duo Soda in Aktion. (Bild: Benjamin Manser)
Einer der Headliner am OpenAir 2013: Kings of Leon. (Bild: Benjamin Manser)
Auftritt der Band of Horses. (Bild: Benjamin Manser)
Einheimische Kost gab es von Sophie Hunger. (Bild: Benjamin Manser)
Die Kings of Leon auf der Sitterbühne. (Bild: Benjamin Manser)
Rapperin aus dem Kanton Bern: Steff la Cheffe. (Bild: Jonny Schai)
Lokalmatadoren: A Crashed Blackbird Called Roseship. (Bild: Jonny Schai)
Kyla la Grange auf der Sternenbühne. (Bild: Benjamin Manser)
Die Band Bonaparte wurde 2006 in Barcelona gegründet. (Bild: Luca Linder)
Sänger mit Maskerade: Tobias Jundt, Frontmann der Band Bonaparte. (Bild: Luca Linder)
Der Bonaparte-Sänger - ein Fall für das Vermummungsverbot? (Bild: Luca Linder)
So sieht der Schweizer Bonaparte-Sänger Tobias Jundt unverkleidet aus. (Bild: Luca Linder)
Jón Þór Birgisson, Leadsänger der Band Sigur Ros, in Aktion. (Bild: Luca Linder)
Eine haarige Angelegenheit: Die Band Friska Viljor performt auf der Sternenbühne. (Bild: Luca Linder)
Die St.Galler Band Tüchel hatte ein Heimspiel im Sittertobel. (Bild: Jonny Schai)
Biffy-Clyro-Frontmann Simon Neil. (Bild: Benjamin Manser)
Schotte ohne Shirt: Simon Neil von Biffy Clyro. (Bild: Benjamin Manser)
Eine Gummipuppe als "Geschenk": Macklemore nimmt's gelassen... (Bild: Luca Linder)
...und macht weiter. (Bild: Luca Linder)
Rapper Wanz als Dritter im Bunde bei Macklemore & Ryan Lewis. (Bild: Luca Linder)
Temperaturen fast wie in der Heimat: Nanna Bryndís Hilmarsdóttir von der isländischen Band Of Monsters And Men. (Bild: Luca Linder)
Ragnar Þórhallsson (Of Monsters And Men). (Bild: Luca Linder)
Klare Ansage: ¥o-Landi Vi$$er von der südafrikanischen Combo Die Antwoord. (Bild: Benjamin Manser)
Rapper Ninja macht die Kälte im Tobel nichts aus. (Bild: Luca Linder)
Afrikaans und Englisch sind ihre Sprachen, Rap ihr Vehikel: Die Antwoord aus Südafrika. (Bild: Benjamin Manser)
Adam Grahn, Sänger der schwedischen Band Royal Republic. (Bild: Luca Linder)
Royal Republic machen den Anfang auf der Sternenbühne. (Bild: Benjamin Manser)
Adam Grahn von Royal Republic. (Bild: Luca Linder)

Auf sie haben viele gewartet: Auftritt der Ärzte mit Farin Urlaub zum Abschluss des OpenAirs. (Bild: Benjamin Manser)

Meinungen sind geteilt

Da überrascht es wenig, dass manch einer seine liebe Mühe mit der neuen Bezahl-Methode hat: Das System sei umständlich und mühsam. Es führe zu langen Wartezeiten an den Cash-Points. Man werde von einem Stand zum nächsten geschickt, weil die Geräte mal wieder gestreikt hätten. Und überhaupt: Früher sei alles einfacher gewesen, als das Leben noch nicht dermassen technologisiert gewesen sei. Andere wiederum haben am bargeldlosen Betrieb nichts auszusetzen. Das Aufladen klappe gut, die Bezahlung erfolge schnell und effizient. Auch von den Betreibern der Konsumations-Stände erhält das neue System insgesamt gute Noten. Abgesehen von kleineren technischen Problemen funktioniere das Ganze. Auch die Kunden hätten sich kaum je beklagt, die Akzeptanz scheine weitgehend vorhanden zu sein.

Die beiden Brüder Dennis (l.), 25, und Daniel Ledergerber, 22, aus Rorschacherberg. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
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Lucienne Berger (l.), 21, aus Wettingen, und Ilenja Sciuscio, 22, aus St.Gallen. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
Wayne Hintermann, 20, aus Wittenbach. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
Heidi Künzler (l.), 19, und Seraina Huber, 23, aus St.Gallen. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
Jan Scheuermeier, 17, aus Schaffhausen. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
Florian Harzenmoser, 21, aus Schaffhausen. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
Dani Bolt, 31, aus St.Gallen. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
Tim Geiser, 18, aus Bern. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
Tobias Nyderegger, 19, aus Bern. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
Kian Schmutz, 17, aus Münsingen. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
Riccardo Robbi, 25, aus Buchs. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
Mario Heeb, 23, aus Buchs. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)
David Göldi, 25, aus Buchs. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)

Die beiden Brüder Dennis (l.), 25, und Daniel Ledergerber, 22, aus Rorschacherberg. (Bild: Luca Linder/Benjamin Manser)

Insgesamt zufrieden

Die OpenAir-Leitung zieht bezüglich Cashless-System eine befriedigende Zwischenbilanz. «Natürlich gibt es bei solch komplexen Systemen zu Beginn Probleme und Ausfälle. Wir sind bemüht, diese stets so schnell als möglich zu beheben», sagt Sabine Bianchi, Mediensprecherin des OpenAir. Cyrill Stadler, Vizepräsident des OpenAir, räumt «Kinderkrankheiten» und einige «unschöne Geschichten» ein. «Bei Problemen versuchen wir stets, kulant zu sein und die für den Besucher beste Lösung zu offerieren», sagt Stadler. Für ein definitives Fazit sei es natürlich noch zu früh: Man müsse das Ende des Festivals abwarten und dann alles analysieren. Bis jetzt sei man aber zufrieden, sagt Stadler.