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Buchs im Freudentaumel: Bademeister Thomas Kroll (links) und Stephan Dürst, Betriebsleiter Freibad und Bäder, zeigen stolz die Urkunde für den «Schönsten Badeplatz der Ostschweiz». (Bild: Raphael Rohner)

Buchs im Freudentaumel: Bademeister Thomas Kroll (links) und Stephan Dürst, Betriebsleiter Freibad und Bäder, zeigen stolz die Urkunde für den «Schönsten Badeplatz der Ostschweiz». (Bild: Raphael Rohner)

Dank Teamwork: Das Freibad Buchs hängt im Badi-Voting alle ab

Das Freibad Rheinau in Buchs ist von den Tagblatt-Leserinnen und -Lesern mit grossem Abstand zum schönsten Badeplatz der Ostschweiz gewählt worden. Bademeister Thomas Kroll und seine Gäste bewiesen sich dabei als verschworene Einheit.
Armando Bianco

Kann man eigentlich sagen, dass jede Badi nur so beliebt ist wie ihr Bademeister? Thomas Kroll schmunzelt, überlegt und sagt: «Ich glaube, das muss ich meine Gäste entscheiden lassen». Bei denen wäre die Antwort wohl klar, Thomas Kroll ist beliebt und respektiert, bekannt in der Buchser Öffentlichkeit. Wenn er zum Einkaufen geht, dauert der Weg zur Kasse meistens länger als geplant, hier ein spontaner Schwatz, dort ein freundlicher Händedruck, «man kennt mich halt».

Thomas Kroll ist seit elf Jahren Bademeister des Freibads Rheinau. Der im Toggenburg aufgewachsene sympathische Mann hat den Job im Blut, seine Eltern führten einst die Badi in Wattwil. Sein Reich hier in Buchs verfügt über ein 50-Meter-Becken, einen Nichtschwimmerteil, eine 36 Meter lange Rutschbahn, drei Kleinkinderbecken und zwei Sprungtürme. 1.8 Millionen Liter, das sind 15'000 Badewannen voller Wasser, fasst das Hauptbecken.

Sprung ins kühle Nass: Im Freibad Buchs kommen kleine Gäste auf ihre Kosten. (Bild: Raphael Rohner)
Die 36 Meter lange Rutsche ist eines der Badi-Highlights. (Bild: Raphael Rohner)
Das Freibad Buchs verfügt über zwei Sprungtürme. (Bild: Raphael Rohner)
Von Bäumen umgeben: Das Freibad Rheinau liegt mitten im Grünen. (Bild: Raphael Rohner)
Das Hauptbecken fasst 1.8 Millionen Liter, das sind 15'000 Badewannen voller Wasser. (Bild: Raphael Rohner)
Schwimmen und Planschen mit Bergsicht. (Bild: Raphael Rohner)
Bademeister Thomas Kroll auf seiner Runde durchs Freibad. (Bild: Raphael Rohner)
Die Urkunde in der Hand: Fast die Hälfte aller Voting-Stimmen gingen an Buchs. (Bild: Raphael Rohner)
8 Bilder

Badi-Voting: Zu Besuch im Freibad Buchs

Bademeister und Stadtverwaltung verschickten Voting-Link

Die Freude in der Badi Buchs ist riesig, die Mitarbeiter haben den deutlichen Sieg im Voting (siehe Infobox) gebührend gefeiert. Angesichts der starken Konkurrenz wäre Thomas Kroll mit einem Rang unter den ersten Fünf zufriedenen gewesen. «In der ersten Woche lagen einige andere Badis vor uns, daraufhin haben wir kommunikativ mobilisiert und die Sache hat Schub bekommen», sagt er mit etwas schelmischer Miene.

«Wir haben jeden Badegast auf die Abstimmung hingewiesen und wenn nötig auch technische Hilfe geleistet.»

Er selbst habe per Email, Facebook und WhatsApp die Direktlinks zum Voting verschickt, sagt Thomas Kroll weiter. «Auch alle Mitarbeiter der Stadtverwaltung waren aufgefordert, den Abstimmungslink per Mail an ihr Umfeld zu verschicken, so hat sich das schnell vervielfacht», ergänzt Stephan Dürst, der Betriebsleiter Hallen- und Freibad der Stadt Buchs.

Im Video: Bademeister Thomas Kroll ist überwältigt vom Voting-Ergebnis:

Und trotzdem kann es ja nicht nur an der digitalen Mobilisierung und der Mundpropaganda gelegen haben – denn diese Mittel standen der Buchser Konkurrenz auch zur Verfügung. Thomas Kroll meint:

«Wir hatten diesen Sommer viele neue Gesichter unter den Badegästen. Darunter war sicher der eine oder andere vom Voting angetrieben.»

Als herausragende Vorzüge nennt er «das Gesamterscheinungsbild, die Familienfreundlichkeit und der lockere, freundliche Umgang untereinander». Die Begrünung ist tatsächlich einladend, Blumen verleihen der Anlage Heiterkeit, es gibt viele Bereiche mit Schatten, was sich in einem solchen Hitzesommer auszahlt.

«Die Anlage ist top gepflegt, was auch daran liegt, dass der Werkhof der Stadt Buchs für den Unterhalt zuständig ist. Damit sind wir in einer glücklichen Situation. Die Stadt Buchs gibt sich allgemein grosse Mühe für ein schönes Erscheinungsbild, dazu gehören eben auch die Grün- und Freizeitanlagen», betont Stephan Dürst. Besonders stolz ist man auf das Angebot im Kleinkinderbereich, welcher vor drei Jahren mit einer Investition von 700'000 Franken grosszügig erneuert wurde. «Die Rückmeldungen von Familien geben uns die Gewissheit, dass wir auf die richtige Karte gesetzt haben. Wir haben viel mehr Familien und Kleinkinder zu Gast als früher, das schlägt sich auch in den Zahlen nieder», meint der Bademeister. Heuer gab es bereits 36'000 Eintritte, 14 Prozent mehr als im langjährigen Durchschnitt, und die Saison dauert noch bis am 9. September.

Harmonie und ein lockerer Umgang untereinander

Der Bademeister legt viel Wert auf Harmonie. «Ein Bademeister tritt heute mit einer anderen Art auf als früher. Man erklärt den Sinn von Regeln, man nimmt den Gast und seine Bedürfnisse ernst, das ergibt eine Beziehung untereinander. Früher war der Bademeister noch so etwas wie der böse Hauswart.» Untereinander pflege man einen lockeren Umgang, sagt Kroll.

«Mich dürfen konsequent alle per Du ansprechen, und jeder Mitarbeiter trägt ein T-Shirt mit seinem Namen drauf.»

Das Bad ist insgesamt wohl ruhiger und übersichtlicher als andernorts. Wohlfühlbad anstatt Spassbad, lautet die Devise.

Voting: So schnitten andere Badeplätze ab

Die Tagblatt-Leserinnen und -Leser haben gewählt: Das Freibad Buchs ist der schönste Badeplatz der Ostschweiz. 19’400 haben sich während der fünfwöchigen Sommerferien durch die zwölf nominierten Badeplätze geklickt und für ihren Favoriten abgestimmt. Mit 45 Prozent der Stimmen hat die Buchser Badi die Konkurrenz deutlich hinter sich gelassen. Auf Rang zwei schaffte es – mit 17 Prozent der Stimmen – der St.Galler Mannenweier. Der dritte Podestplatz ergatterte sich mit 10 Prozent der Stimmen die Rorschacher Badhütte am Ufer des Bodensees.

Die übrigen Badeorte, die durch die Lokalredaktionen zur Abstimmung vorgeschlagen wurden, schnitten wie folgt ab: Der Wildhauser Schönenbodensee erhielt 7 Prozent der Stimmen und das Schwimmbad Heiden 5 Prozent. Für den Schwendisee in Wildhaus stimmten 3 Prozent, ebenso für das Strandbad Hüttwilen und das Goldacher Lido del Mare. Der Badeplatz Strom bei Gmüden, die Schwarzenbacher Brücke und das Kreuzlinger Freibad Hörnli schaffte es auf je 2 Prozent. Das Schlusslicht, der Badeplatz an der Thurbrücke in Lütisburg, erhielt 1 Prozent der Stimmen. (stm)

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