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Dank des schönen Sommers: Säntis-Schwebebahn AG mit bestem Geschäftsjahr ihrer Geschichte

Das Geschäftsergebnis 2018 ist das Beste in der 84-jährigen Geschichte der Säntis-Schwebebahn AG: Durch den schönen Sommer wurde ein Bruttoumsatz von über 20 Millionen Franken erwirtschaftet. Wegen des Lawinenniedergangs bleibt der Betrieb der Säntis-Schwebebahn noch für Monate eingestellt.
Freud und Leid bei den Säntis Schwebebahnen AG: Einem Rekordsommer folgte das Lawinenunglück. (Bild: Benjamin Manser)

Freud und Leid bei den Säntis Schwebebahnen AG: Einem Rekordsommer folgte das Lawinenunglück. (Bild: Benjamin Manser)

(pd/red) Die Jahresrechnung der Säntis-Schwebebahn weist für das Geschäftsjahr 2018 einen Nettoertrag von 19,364 Mio. Franken aus. Zum Gesamtergebnis haben gemäss Mitteilung die einzelnen Geschäftsfelder folgende Beiträge geleistet:

  • Die Schwebebahn 6,051 Mio. Franken
  • Der Hotelbetrieb 7,667 Mio. Franken
  • Die Gastronomie 3,759 Mio. Franken
  • Der Detailhandel 1,073 Mio. Franken.

Zimmerauslastung bei 65 Prozent

Der neue Hotelbetrieb habe in seinem dritten Betriebsjahr die Zimmerauslastung wiederum steigern können, auf mittlerweile 65 Prozent.

Aus der Erfüllung von Infrastrukturaufgaben und Leistungen für Dritte, konnten 0,814 Mio. Franken erwirtschaftet werden. Dem gegenüber steht ein Betriebsaufwand von 15,745 Mio. Franken, wovon 6,546 Mio. Franken den Material- und Sacheinkauf und 9,199 Mio. Franken den Personalbereich betreffen. Investiert hat das Unternehmen im vergangen Jahr 2,320 Mio. Franken. Das erarbeitete EBITDA von 3,619 Mio. Franken (19 Prozent) ermöglichte Abschreibungen in der Höhe von 3,467 Mio. Franken.

Betrieb noch für Monate eingestellt

Bruno Vattioni, dem Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG.© Benjamin Manser / TAGBLATT

Bruno Vattioni, dem Geschäftsführer der Säntis-Schwebebahn AG.
© Benjamin Manser / TAGBLATT

Der Start ins neue Geschäftsjahr wurde getrübt durch das Lawinenereignis Mitte Januar. Die Beschädigung an der ersten Seilbahnstütze führte dazu, dass der Betrieb der Säntis-Schwebebahn noch für Monate eingestellt bleiben wird. Wann die Bahn wieder in Betrieb genommen werden könne, sei noch völlig offen, sagt Geschäftsführer Bruno Vattioni. «Im allerschlimmsten Fall können wir dieses Jahr gar nicht mehr fahren.» Die Schwebebahn sei vor 50 Jahren gebaut worden. In der Zwischenzeit seien die technischen Vorschriften strenger geworden. «Wenn nun Teile der Bahn ersetzt werden, müssen die aktuellsten Auflagen eingehalten werden.» Die Geschäftsleitung sei intensiv damit beschäftigt, raschmöglich eine zukunftsfähige Lösung zu erarbeiten.

«Finanziell wird die Säntis-Schwebebahn wahrscheinlich mit einem blauen Auge davonkommen.»

sagt Bruno Vattioni. «Die Abklärungen bei unseren Versicherern hat ergeben, dass wir richtig versichert sind. So sind sowohl die Schäden an der Bahninfrastruktur als auch jene am Hotel sowie der Ertragsausfall gedeckt.» Die durch den Lawinenniedergang entstandene Unordnung im Restaurant ist längst aufgeräumt. Die beiden beschädigten Räume sind aber noch nicht nutzbar, da gewisse Bauteile wie die Fenster lange Lieferfristen haben.
Derweil laufen die geplanten Umbauarbeiten auf dem Säntis weiter. So soll sichergestellt werden, dass bei der Wiederinbetriebnahme der Schwebebahn das neue Gipfelrestaurant der Öffentlichkeit vorgestellt werden kann. Es soll gemäss Vattioni eines der schönsten Bergrestaurants in der Schweiz werden.

Auf dem Gipfel wird weiter gearbeitet

Künftig will die Säntis-Schwebebahn ausgeglichenere Frequenzen anstreben. Dazu sind auf dem Gipfel mehrere Erlebnisinstallationen geplant. Unter dem Titel «Säntis – das Wetter» werden Besucher künftig auf dem neuen 360° Indoorrundgang das Säntispanorama auch bei schlechtem Wetter erleben können. Die ursprünglich auf den Frühling vorgesehene Eröffnung der ersten Etappe werde stattfinden, sobald die Bahn wieder in Betrieb ist, so Vattioni weiter. In den folgenden Jahren sollen weitere Themen wie «Geschichte der Erschliessung des Säntis», «Geologie» und «Eiswelten» folgen. Die Realisierung der Bauarbeiten schreiten trotz Bahnausfall zügig voran, sagt Bruno Vattioni. «Wir haben glücklicherweise flexible Handwerker, die bereit sind, sich mit dem Helikopter auf den Gipfel fliegen zu lassen und die ganze Arbeitswoche dort oben zu verbringen.»

Wie sich das Unternehmen gegen künftige Lawinenereignisse wappnen könne, sei noch nicht bekannt, sagt der Geschäftsführer. Derzeit laufe die Untersuchung durch die öffentliche Hand. Genaueres werde man erst wissen, wenn diese Resultate vorliegen. «Erfahrungsgemäss werden in der Schweiz nach Naturereignissen immer Massnahmen getroffen.»

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