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Damit junge Eltern an die Bürgerversammlung gehen können: Rorschacherberg bezahlt den Babysitter

Während die Eltern an der Bürgerversammlung über die Geschicke der Gemeinde Rorschacherberg abstimmen, übernimmt diese die Ausgaben für den Babysitter zu Hause. Der Gemeindepräsident befürchtet keine Kostenexplosion.
Noemi Heule

Die Beteiligung an Bürgerversammlungen ist ein leidiges Thema. Einige wenige Anwesende entscheiden für viele Abwesende. In Gemeinden in der Grösse von Rorschacherberg nutzen im Schweizer Mittel lediglich 3,4 Prozent der Stimmberechtigten ihr Stimmrecht, wie das nationale Gemeindemonitoring zeigt. Am aktivsten entscheiden die Seniorinnen und Senioren, während die Jungbürger vielerorts untervertreten sind. Das ist in Rorschacherberg nicht ­anders.

Eltern sollen bei der Schule mitbestimmen

In der Seegemeinde fehlten in den vergangenen Jahren aber insbesondere die jungen Eltern. Sie brachten daheim die Kinder zu Bett während in der Mehrzweckhalle über die Geschicke der Gemeinde bestimmt wurde. Das soll sich an der morgigen Bürgerversammlung nicht wiederholen. Während viele Kommunen einen Kinderhütedienst vor Ort anbieten, geht Rorschacherberg einen Schritt weiter. Die Eltern sollen den Nachwuchs daheim einem Babysitter anvertrauen – und die Gemeinde erstattet im Anschluss die Kosten zurück. Das schreibt sie im Mitteilungsblatt.

«Wir wollen Hürden aus dem Weg räumen und Eltern motivieren, an der Bürgerversammlung teilzunehmen.»

Beat Hirs, Gemeindepräsident von Rorschacherberg

Beat Hirs, Gemeindepräsident von Rorschacherberg

Das sagt Gemeindepräsident Beat Hirs. Fast die Hälfte der Ausgaben der Einheitsgemeinde betreffe die Schule und sei somit gerade für junge Eltern relevant. Die Gemeinde übernimmt die Kosten für die private Kinderhüeti von 19 bis 22 Uhr und orientiert sich an den Tarifen der Babysitter des Schweizerischen Roten Kreuzes. Die Eltern sollten es somit auch an den anschliessenden Apéro schaffen. Die 7100-Seelen-Gemeinde geht nicht von einer Kostenexplosion aus. Schliesslich nehmen nur jeweils rund 300 Bürgerinnen und Bürger an der Versammlung der Gemeinde teil.

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