CVP will Eltern in Erziehungskurse schicken

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Vorstoss Drei CVP-Parlamentarier machen sich Sorgen über die erzieherischen Fähigkeiten von Eltern. Sie schlagen ein Anreizsystem mit Bildungsgutschriften für den Besuch von Kursen vor. «Elterliche Kompetenzen sind nicht angeboren, sie können aber erlernt werden», schreiben die CVP-Kantonsratsmitglieder Monika Lehmann, Bruno Cozzio und Michael Hugentobler in ihrem Vorstoss, den sie in der Junisession einreichten. Oftmals seien Eltern überfordert. Es gebe aber Erziehungsprogramme von Fachinstitutionen, «in denen gelehrt wird, wie Kinder optimal erzogen werden können». Studien aus den USA hätten gezeigt, dass Kinder, deren Eltern solche Kurse besuchten, «sich kurze Zeit später in der Schule verbesserten, weniger aggressiv waren und weniger Gewalttaten verübten».

Bildungsgutschrift für Kursteilnehmer

Damit Eltern ihrer Erziehungspflicht nachkämen, seien verschiedene Massnahmen möglich: «Sie könnten gesetzlich verankert werden, oder es könnten gegen säumige Eltern Sanktionen ausgesprochen werden», schreiben die Parlamentarier. Erfolgsversprechender sei ein Modell, das Eltern belohne, die sich verstärkt mit Erziehungsfragen befassen. Der Kanton St. Gallen solle Eltern, die im Jahr fünf Erziehungskurse besuchen, mit einer Bildungsgutschrift von 100 Franken unterstützen. Die Finanzierung und Dauer des Bezugs müsste auf Kantonsebene geregelt werden, heisst es. Die Regierung muss erklären, ob sie sich eine Umsetzung des Vorschlags vorstellen kann und wie die Finanzierung geregelt werden könnte. Der Vorstoss wurde noch nicht beantwortet. (sda)