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CUVÉE: Auf Trockeneis ins Wallis

Am Anfang stand eine zufällige Begegnung in Ascona: Das Balgacher Ehepaar Bruno und Janine Stieger haben sich mit einem Walliser Weinbauern zusammengetan, um einen gemeinsamen Wein herzustellen.
Gert Bruderer

Gert Bruderer

gert.bruderer@rheintalmedien.ch

Ihr Hochzeitswein heisst Brun- jana von Grünenstein. Brunjana kombiniert die Vornamen des seit 13 Jahren verheirateten Ehepaars Bruno und Janine Stieger. Grünenstein ist im Namen enthalten, weil Stiegers Pinot Noir westlich des gleichnamigen Schlosses in Balgach heranreift. Stiegers, die selbst «nicht vom Wein-Fach» sind, lassen den Rebberg vom einheimischen Rebbau-Fachmann und Ortsverwaltungsrat Patrick Metzler pflegen. 1400 Quadratmeter umfasst das Gebiet, 1200 Kilogramm Trauben wachsen pro Jahr.

Nun kann sich Stieger, der früher in seinem Wohnort Balgach als Gemeindeschreiber tätig war, auf sehr viel mehr als den eigenen Hochzeitswein freuen. Denn als er letztes Jahr im Sommer mit der Gattin in Ascona weilte, kam es zu einer zufälligen und folgenreichen Begegnung. Stiegers trafen dort Gilles Carron, einen Reb- und Weinbauexperten, der in Fully bei Martigny lebt, und dessen Frau, die Berneckerin Andrea Carron-Federer. Die beiden hatten sich kennen gelernt, als Gilles Carron auf dem Bernecker Weingut Schmid Wetli einen Teil seiner Ausbildung genoss.

Rheintaler und Walliser Trauben vereint

Bei einem Glas Wein auf der Piazza kam es spontan zur Idee, das sonst übliche Konkurrenzdenken für einmal beiseite zu lassen und zwei Weinbaugebiete einander nicht gegenüberzustellen, sondern zusammenzuführen. Und so wurden im Herbst 2016 erstmals Trauben aus Balgach und Fully für einen Cuvée vereint.

Auch dieses Jahr wurden 200 Kilo Blauburgunder-Trauben aus dem Rheintal quer durch die Schweiz ins Wallis gefahren – in Trockeneis gelagert, um den ­Gärungsprozess zu verlangsamen. Dort wurden sie mit der gleichen Menge an Walliser Trauben vermischt.

Der erste Jahrgang kommt bald auf den Markt

Noch hat der Cuvée keinen Namen. Klar ist jedoch bereits jetzt, dass die beiden Weingüter ihn mit einer gemeinsamen Etikette vermarkten werden. Die Weinprobe im Walliser Weinkeller lasse ein sehr gutes Produkt erwarten, sagt Bruno Stieger. Trotz der grossen Distanz zwischen den beiden verwendeten Traubensorten sei der Verlust an Öchslegraden durchs Vermischen nicht der Rede wert.

Die Ernte vom vergangenen Herbst hat die 15 Monate im Eichenfass bald hinter sich und wird im nächsten März abgefüllt. Vermutlich an der Rheintalmesse 2018 wird der Cuvée erstmals auf dem Markt sein.

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