Crowdfunding-Aktion erfolgreich: Das neue Knie-Zelt ist fast zusammen

Am Sonntag beendet der Schweizer Nationalzirkus die diesjährige Tournée nach fast acht Monaten im Tessin. Nach 324 Vorstellungen in 38 Städten heisst es am 18. November in Lugano zum letzten Mal «Manege frei». Die 230 Mitarbeitenden und 80 Tiere kommen anschliessend zurück ins Winterquartier nach Rapperswil.

Christoph Zweili
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Der Zirkus Knie baut im April 2018 sein Zelt in der Grossen Allmend in Frauenfeld auf. (Bild: Andrea Stalder)

Der Zirkus Knie baut im April 2018 sein Zelt in der Grossen Allmend in Frauenfeld auf. (Bild: Andrea Stalder)

«Ein Ärgernis waren Ticketbetrüger, wie zum Beispiel Viagogo, die Zirkusbilletts zu überteuerten Preisen weiterverkaufen», schreibt Doris Knie, Administrative Direktorin, in einem Communiqué. 2019 mit Viktor Giacobbo und Mike Müller Das 100-Jahr-Jubiläum 2019 feiert der National-Circus mit Viktor Giacobbo und Mike Müller in den Abendvorstellungen. Und das in einem neuen Zirkuszelt: Die Kniefamilie hatte die Fans eingeladen, Teil des Circus zu werden und sich an einem Crowdfunding zu beteiligen. Bis Freitag kamen so über 130'000 zusammen, «75 Prozent des Finanzierungsziels», wie es in der Mitteilung heisst.

Die Sammelaktion kam nicht überall gut an. «Ein Zirkuseintritt kostet zwischen 20 und 80 Franken. Das ist doch nicht teuer!», entgegnete Zirkusdirektor Fredy Knie jun. in unserer Zeitung (Ausgabe vom 28. August). Ausserdem seien die teuersten Plätze immer als erste verkauft. «Wir hätten uns das Zelt leisten können. Aber für uns ist das Crowd-funding eine moderne Form der Kundenbindung», sagt Knie. Ihn hätten viele Leute gefragt, was sie zum 100. Geburtstag des Circus Knie schenken könnten.