Coronavirus
Kanton St.Gallen weitet Impfungen auf Risikopatienten ausserhalb der Heime aus: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Ab kommender Woche können sich Risikopatientinnen und
-patienten in sechs Schwerpunktpraxen im Kanton St.Gallen impfen lassen. Die Anmeldung läuft über die Hausärzte. Ab 25. Januar sollen dann auch Hausarztpraxen den Impfstoff verabreichen dürfen.

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Die Zulassung des Moderna-Impfstoffes machts möglich: Im Kanton St.Gallen können bald auch Bevölkerungsgruppen geimpft werden, die nicht in Betagten- oder Pflegeheimen untergebracht sind.

Die Zulassung des Moderna-Impfstoffes machts möglich: Im Kanton St.Gallen können bald auch Bevölkerungsgruppen geimpft werden, die nicht in Betagten- oder Pflegeheimen untergebracht sind.

Bild: Alessandro Crinari/ KEYSTONE/Ti-Press

(av/mlb) Bisher hat der Kanton St.Gallen nur Personen in Betagten- und Pflegeheimen gegen Corona geimpft. Die Lieferung weiterer Impfdosen und des Moderna-Impfstoffs machen nun eine Ausweitung der Impfungen möglich. Ab kommender Woche können sich auch Risikopatientinnen und -patienten, die nicht in einem Betagten- oder Pflegeheim wohnen, impfen lassen. Diese Impfungen führen sechs regionale Schwerpunktpraxen durch. Das schreibt das Gesundheitsdepartement des Kantons St.Gallen in einem Communiqué am Dienstagabend. Allerdings heisst es:

«Nach wie vor ist die Impfstoffmenge knapp und es können erst beschränkt Impftermine angeboten werden. Erste Priorität haben die besonders gefährdeten Personen.»

Nachfolgend die wichtigsten Fragen und Antworten zur Impfkampagne:

Wer kann sich nun impfen lassen?

Über 80-jährige Personen, die nicht in einem Alters- oder Pflegeheim wohnen. Unabhängig vom Alter erhalten zudem weitere Risikopatientinnen und -patienten Zugang zur Impfung. Der Kanton stützt sich dabei auf die Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit.

Wo und wann wird geimpft?

Geimpft wird zunächst in sechs regionalen Schwerpunktpraxen, Start ist am 18. Januar. Ab dem 25. Januar soll eine Impfung auch in den Hausarztpraxen möglich sein. Dies macht der Moderna-Impfstoff möglich. «Dieser Impfstoff ist bezüglich Transport und Lagerung unkomplizierter und kann 30 Tage im Kühlschrank gelagert werden», schreibt der Kanton.

Wie funktioniert die Anmeldung für eine Impfung in den Schwerpunktpraxen?

Die Anmeldung zur Impfung findet nicht bei den Schwerpunktpraxen statt, sondern läuft über die Hausärzte. Die Hausarztpraxen können ab dem kommenden Freitag ihre Patientinnen und Patienten an die sechs regionalen Schwerpunktpraxen überweisen. «Weil erst wenige Impfdosen vorhanden sind, sind die Impftermine voraussichtlich rasch ausgebucht und es können Wartezeiten entstehen», schreibt das Gesundheitsdepartement. Die sechs regionalen Schwerpunktpraxen nehmen somit selber keine direkten Anmeldungen für eine Impfung entgegen.

Wie viele Impfdosen des Moderna-Impfstoffs erwartet der Kanton?

Aktuell sind zirka 10'000 Impfdosen des Moderna-Impfstoffs für den Kanton St.Gallen angekündigt. Damit können 5'000 Personen geimpft werden, da auch mit diesem Impfstoff zwei Impfungen notwendig sind.