Coronarisiko Schulreisli: Ein Vorstoss verlangt Red und Antwort von der St.Galler Regierung

Ein Vorstoss von FDP und CVP im St.Galler Kantonsrat will von der Regierung wissen, inwiefern sich Schulreisen und Klassenlager auf die Coronazahlen auswirken könnte.

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Kinder, die keine Symptome zeigen, könnten die Krankheit weiterverbreiten, befürchten die Interpellanten.

Kinder, die keine Symptome zeigen, könnten die Krankheit weiterverbreiten, befürchten die Interpellanten.

Bild: PD

(sda) Die St. Galler Regierung soll erklären, wie hoch sie die Risiken von Schulreisen und Lagern in Regionen mit erhöhten Fallzahlen einschätzt. Angesteckte Schülerinnen und Schüler zeigten kaum Symptome und könnten die Krankheit deshalb weiterverbreiten, heisst es in einem neuen Vorstoss.

Innerhalb der Schweiz seien Reisen für Private wie auch für Schulklassen trotz regional oder kantonal ganz unterschiedlichen Fallzahlen derzeit problemlos möglich, schreiben Sandro Hess (CVP), Claudia Graf (FDP) und Andreas Broger (CVP) in einem gemeinsam eingereichten Vorstoss.

Schulreisen als Risiko für Unternehmen

Es stelle sich die Frage, wie verantwortungsvoll diese Praxis ausgelebt werde. Schülerinnen und Schüler könnten sich auf Schulreisen oder in Klassenlagern vor allem in Risikogebieten mit dem Coronavirus infizieren und anschliessend das Umfeld anstecken. Damit könnten inländische Reisen und Lager «im Endeffekt auch ein Risiko für unsre St. Galler Unternehmen darstellen».

Die Regierung soll nun erklären, wie sie den Risikofaktor von Schulreisen oder Lagern in Kantonen mit erhöhten Fallzahlen einschätzt. Weiter wird gefragt, wieweit es nachvollziehbar sei, dass bei den Entscheiden für die Durchführung solcher Anlässe unterschiedliche Massstäbe angewendet würden. «Sind möglicherweise neue, verbindliche Weisungen zu erwarten?», heisst es weiter.