Coronamassnahmen
Eine Woche früher als geplant: St.Galler Regierung hebt Besuchsverbot an Spitälern und Kliniken auf

Die Fallzahlen und die Hospitalisationsraten sind im Vergleich zum letzten Herbst niedrig. Die St.Galler Regierung hebt deshalb das Besuchsverbot in Spitälern, psychiatrischen Kliniken und Reha-Kliniken per Ende Mai auf.

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Besuche an St.Galler Spitälern und Kliniken sind bald wieder möglich.

Besuche an St.Galler Spitälern und Kliniken sind bald wieder möglich.

Bild: Keystone

(pd/nat) Ab Dienstag, 1. Juni, können Patientinnen und Patienten in Spitälern, psychiatrischen Kliniken und Reha-Kliniken wieder Besuch empfangen. Dies teilt die St.Galler Regierung in einem Communiqué mit. Die Verantwortung für die Besuchsregelung fällt somit wieder in die Kompetenz der Spitäler und Kliniken. Die Hygiene- und Distanzregeln bleiben weiterhin zentral.

Diese Institutionen können nun eigene Besuchsregelungen oder ein Besuchsverbot erlassen, falls nötig. So kann beispielsweise ein Spital, das durch die Betreuung von Covid-19-Patientinnen und -Patienten gefordert ist, die Besuchsregelungen einschränken, damit der Spitalbetrieb durch Besucherinnen und Besucher nicht zusätzlich belastet wird.

Die Regierung hatte das Besuchsverbot an Spitälern und Kliniken Ende Oktober 2020 aufgrund der damaligen epidemiologischen Lage erlassen. Auch Treffen in Gemeinschaftsräumen wie einer Cafeteria, der Spitalkapelle oder auf dem Spitalareal waren untersagt. Personen konnten nur in begründeten Einzelfällen besucht werden, so zum Beispiel unterstützungsbedürftige Personen, Kinder oder Personen in einer palliativen Situation. Das Verbot in St.Galler Spitälern war ursprünglich bis zum 8. Juni angekündigt.

Besuche in Altersheimen bereits wieder möglich

In St.Galler und Appenzeller Altersheimen sind Besuche ab dem 11. Mai wieder erlaubt, im Thurgau sogar schon ab dem 1. Mai. Erlaubt sind Besuche beispielsweise im Freien, in Besucherboxen oder in separaten, speziell dafür eingerichteten Besucherräumen.

Um alle nötigen Vorgaben des BAG einhalten zu können, müssen die Angehörigen ihren Besuch bei der Heimleitung anmelden. So soll vermieden werden, dass sich zu viele Besucher gleichzeitig in einem Heim aufhalten. Zudem soll auf Geschenke verzichtet werden und Kinder sollten, wann immer möglich, weiterhin Besuche vermeiden.

Die Lockerungen gelten auch für Institutionen für Menschen mit Behinderung. Tagesstrukturangebote wie Werkstätten oder Tagesstätten müssen ebenfalls ein Schutzkonzept bereithaben und umsetzen. Die neue Besuchsregelung gilt für eine Übergangsphase. Ihre Dauer ist von der Entwicklung der Fall- und Hospitalisationszahlen abhängig.