Coronakrise

Der Coronahotspot Fürstentum Liechtenstein verlängert seine Schutzmassnahmen

Die Coronafallzahlen im Fürstentum Liechtenstein sind hoch. Deshalb verlängert die Regierung die bestehenden Massnahmen bis zum 24. Januar. Impfstart ist am 18. Januar.

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Die Coronafallzahlen im Fürstentum Liechtenstein sind auf hohem Niveau.

Die Coronafallzahlen im Fürstentum Liechtenstein sind auf hohem Niveau.

Bild: Keystone

(pd/lim) Aufgrund der nach wie vor sehr hohen Anzahl neuer Infektionen mit dem Coronavirus hat die Regierung im Fürstentum Liechtenstein die bestehenden Massnahmen bis zum 24. Januar verlängert. Das teilt die Regierung am Freitag mit. Auch die Unterstützungsleistung für die von den Schliessungen betroffenen Unternehmen werden um 14 Tage verlängert.

Seit dem 20. Dezember 2020 sind praktisch jegliche Veranstaltungen verboten. Kultur-, Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe sowie Sportbetriebe in Innenräumen müssen geschlossen bleiben. Betroffen von den
Schliessungen sind auch die Gastronomiebetriebe. Diese Massnahmen werden bis zum 24. Januar verlängert. Eine allfällige weitere Verlängerung oder eine Verschärfung hänge von der epidemiologischen Entwicklung in Liechtenstein ab, so die Regierung.

Zahlen sinken, bewegen sich aber nach wie vor auf sehr hohem Niveau

Sowohl der Durchschnitt der neuen laborbestätigten Fälle innerhalb der letzten sieben Tage sowie die Inzidenzen haben in Liechtenstein über Weihnachten Rekordwerte erreicht. So lag der Schnitt der letzten sieben Tage am 25. Dezember 2020 bei über 43 Fällen pro Tag. In den 14 Tagen vor Weihnachten sind hochgerechnet auf 100'000 Einwohner über 1'300 Personen erkrankt. Die Zahlen sind seit Weihnachten zwar gesunken, sie bewegen sich aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Dies zeigt sich auch im internationalen Vergleich.

Besonders besorgniserregend sei die Entwicklung der Todesfälle, so die Regierung. Bislang sind 48 Todesfälle im Zusammenhang mit einer laborbestätigten Covid-19-Erkrankung zu beklagen, noch vor einem Monat waren es 19, vor zwei Monaten deren drei.

Impfungen starten am 18. Januar in Alters- und Pflegeheimen

In Liechtenstein werden ab dem 18. Januar 2021 die impfwilligen und impffähigen Bewohnerinnen und Bewohner der Alters- und Pflegeheime geimpft. Das in der Pflege tätige Personal der Alters- und Pflegeheime, des Heilpädagogischen Zentrums, der Familienhilfe sowie des Landesspitals werde ebenfalls zeitnah die Möglichkeit zur Impfung erhalten.

Darauf werden besonders gefährdete Personen der medizinischen Grundversorgung sowie die Einwohnerinnen und Einwohner in absteigendem Alter für die Impfungen berücksichtigt. Ausschlaggebend für den Fortschritt der Impfungen in Liechtenstein sind die verfügbaren Impfdosen. Im ersten Quartal 2021 stehen die Risikogruppen im Mittelpunkt und im zweiten Quartal die breite Bevölkerung, weil
voraussichtlich erst dann genügend Impfstoff zur Verfügung stehen werde.