Corona
Omikron, Quarantäne und Einreisestopps: Das Virus und seine neue Mutation macht Reisefreudigen einen Strich durch die Rechnung

Auf die Virusmutation Omikron haben zahlreiche Länder weltweit mit Flugverboten reagiert, kurz darauf folgten neue Quarantänebestimmungen. Die Reisesituation ist weltweit unübersichtlich und verunsichert Reisewillige.

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ine startklare Swiss am Flughafen Zürich.

ine startklare Swiss am Flughafen Zürich.

Bild: Keystone

Bereits die hohen Ansteckungszahlen mit dem Deltavirus haben das Planen von Reisen in den letzten Wochen erschwert. Mit der neuen Virusvariante Omikron ist dies gemäss FM1Today praktisch unmöglich. Seit letzten Freitag ändern sich täglich die Reisebedingungen und neue Einschränkungen werden erlassen.

Dies führt zu zahlreichen Anfragen von verunsicherten Reisewilligen bei den Reisebüros. Die beiden Destinationen Ägypten und Südafrika sind derzeit beliebte Reisedestinationen, stehen aber auf der Quarantäneliste der Schweiz. Am Montagabend hat das BAG vier weitere Länder auf die Liste gestellt: Japan, Kanada, Nigeria und Portugal, insgesamt sind es nun 23 Länder.

«Diese Reiseziele sind natürlich betroffen und wir bieten hier Umbuchungen oder Stornierungen an. Doch wir rechnen damit, dass alle anderen Reisen wie geplant stattfinden können», sagt Markus Flick, Sprecher von Kuoni. Doch es gebe auch hier vereinzelte Stornierungen von Kundinnen und Kunden.

Grossbritannien verlangt PCR-Test und Isolation

Dass die neuesten Reisebestimmungen in den verschiedenen Ländern zu Verunsicherungen führen, ist verständlich. So verlangt Grossbritannien neu einen PCR-Test von allen ankommenden Passagieren. Diese müssen sich nach Ankunft isolieren, bis sie ein negatives Ergebnis haben.

Spanien und die Schweiz haben wiederum Reiserestriktionen für Grossbritannien eingeführt. Für Geschäftsreisen seien die neuen Regeln problematisch, sagte Martin Ferguson, ein Sprecher von American Express Global Business Travel, gegenüber der Handelszeitung.

Einreisestopps in Israel und Japan

Weltweit haben zahlreiche Länder wegen Omikron generelle Einreisestopps verfügt, so zum Beispiel Israel. Hier dürfen ausländische Staatsangehörige für die nächsten 14 Tage nicht einreisen.

Japan verbietet die Einreise ab Dienstag allen ausländischen Besuchern, wie Premierminister Fumio Kishida am Montag in Tokio erklärte. Die Massnahme soll zunächst so lange gelten, bis genauere Informationen über die neue Virusvariante bekannt seien.

Auch die Philippinen machen die Grenzen dicht für Reisende aus zahlreichen europäischen Ländern, darunter auch die Schweiz.

Reisebranche muss mit kurzfristigen Änderungen umgehen

Die Reisebranche war in den letzten Pandemiejahren von einem ständigen Auf und Ab geprägt. «Die Buchungseingänge waren aber in letzter Zeit erfreulich», sagt Flick. Ob Omikron eine Trendwende bedeutet, ist noch nicht absehbar. «Die Unbeständigkeit und Kurzfristigkeit bleibt der Reisebranche erhalten», sagt Flick. Es sei deshalb besonders wichtig, bei der Buchung die Annullierungsbedingungen zu beachten.

Ob die neusten Reisebeschränkungen an Weihnachten noch gelten, kann der Reiseexperte nicht abschätzen. «Wir müssen einfach abwarten.»

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