Corona-Massnahmen
Kanton St.Gallen vergibt Härtefallgelder ab Januar 2021 +++ Schliessung der Gastronomie wird diskutiert +++ weitere Massnahmen am Samstag

Die St.Galler Regierung hat am Dienstagnachmittag über die aktuelle Coronalage und die Umsetzung der Härtefallregelung informiert. Und: Sie hat weitere Massnahmen in Aussicht gestellt. Lesen Sie hier das Wichtigste in Kürze sowie die Medienkonferenz im Ticker nach.

Linda Müntener
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Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Kanton St.Gallen vergibt Härtefallgelder ab Januar 2021. Vorerst stehen dafür 22,6 Millionen Franken zur Verfügung, die je zur Hälfte von Kanton und Bund getragen werden.
  • Gesuche einreichen können Unternehmen aus folgenden Branchen: Gastronomie, Hotellerie, Reisen und Tourismus, Märkte und Messen, Freizeit und Veranstaltungen und Tierparks.
  • Eine weitere Voraussetzung: Unternehmen, die Härtefallgelder ersuchen, müssen vor Ausbruch der Coronakrise (Stichtag 15. März 2020) Personal im Umfang von mindestens 300 Stellenprozenten beschäftigt haben. Gesuche müssen online eingereicht werden. Infos dazu gibt's hier.
  • Der Bundesrat beschliesst am Freitag weitere Massnahmen, die St.Galler Regierung entscheidet ihrerseits am Samstag über weitere Einschränkungen. Gemäss Regierungspräsident Bruno Damann steht die Schliessung der Gastronomiebetriebe zur Diskussion.
  • Ebenfalls am Samstag wird entschieden, ob die Skigebiete über Weihnachten schliessen müssen. Eine Meldung des «Blick» wonach der Entscheid bereits definitiv ist, stimmt auf Anfrage beim Kanton so nicht. 
  • Ebenfalls diskutiert wird ein Fernunterricht nach den Skiferien auf Sekundarstufe 2.
  • Die Positivitätsrate im Kanton St.Gallen liegt derzeit bei 24 Prozent, betroffen sind zum Grossteil Menschen über 80, die in Heimen leben. 30 Personen liegen im Kanton St.Gallen auf der Intensivstation und müssen künstlich beatmet werden. Die Intensivstationen sind damit zu 70 Prozent belegt.

Kantonsspital verlängert Besuchsverbot

Aufgrund der aktuellen Lage hat die Regierung des Kantons St.Gallen am 12. Dezember entschieden, die zunächst bis zum 16. Dezember geltende Befristung für das Besuchsverbot in St.Galler Spitälern aufzuheben. Damit bleiben Besuche auch am Kantonsspital St.Gallen auf unbestimmte Zeit verboten, teilt das Spital am Dienstagabend mit. «Das Besuchsverbot umfasst sämtliche Räumlichkeiten des Spitals, einschliesslich Gemeinschaftsräume wie Cafeterien und Andachtsräume oder Kapellen.»

Ausnahmen gelten für besondere Patientensituationen. Dazu gehören laut Kantonsspital Partner von Gebärenden, Besuche bei Patientinnen und Patienten mit längerem Spitalaufenthalt sowie auf Intensivstation oder Besucherinnen und Besucher von palliativen Patientinnen und Patienten. (pd/lex)

Der Live-Ticker zum Nachlesen: