CHOCOLARIUM: Neues Universum für Schokoholics in Flawil

Der Ostschweizer Schokoladenhersteller Maestrani eröffnet am Samstag in Flawil sein «Chocolarium». Die Erlebniswelt will jährlich 100'000 Besuchern erklären, wie das Glück in die Schokolade kommt.

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Maestrani’s neustes Werk in Flawil: Der Schokoladentempel "Chocolarium". (Bild: Urs Bucher)

Maestrani’s neustes Werk in Flawil: Der Schokoladentempel "Chocolarium". (Bild: Urs Bucher)

Kinder und Schokoholics haben ein neues Ausflugsziel in der Ostschweiz. Die traditionelle Schokoladenfabrik Maestrani eröffnet nach 17 Monaten Bauzeit ein «Chocolarium». Dort sollen Besucherinnen und Besucher erleben, wie das Glück in die Schokolade kommt.

In den markanten Erweiterungsbau am Standort in Flawil hat Maestrani rund 10 Mio. Franken investiert, zehn neue Stellen wurden geschaffen. «Die Investition ist kein Klacks für ein KMU mit rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern», sagte Verwaltungsratspräsident Randolf Hanslin am Donnerstag vor den Medien. Vom neuen Besucherzentrum erhoffe man sich einen anhaltenden «Wow»-Effekt, sprich Werbe-Effekt. «Mit herkömmlicher Werbung haben wir gegen die Grossen in der Branche keine Chance», sagte Geschäftsführer Markus Vettiger.

Emotionen wecken

Bisher besichtigten jährlich rund 45'000 Besucherinnen und Besucher den Betrieb, der unter anderem mit einer 80 Meter langen gläsernen Galerie hoch über der Produktion ausgestattet ist. Mit dem «Chocolarium» soll die Besucherzahl auf 100'000 steigen.


Denn die süsse Welt wolle vor allem Emotionen wecken, etwa indem die Besucher an verschiedenen Schokoladen riechen, diese geniessen oder sogar selber produzieren könnten. Augenzwinkernd erklärt ein Glücksforscher im Besucher-Kino, wie das Glück in die Maestrani-Schokolade kommt. Diesen Erläuterungen folgen interaktive Wissensvermittlung, Spiel und Spass und ein Rückblick auf die Geschichte des Familienunternehmens, das Aquilino Maestrani vor 164 Jahren in Luzern gegründet hat.

Mit Hilfe einer App können die Gäste den gut einstündigen Rundgang in einer weiteren Dimension erleben. Durch eine «Glücksschleuse» treten die Besucher ins «Labor für unfassbares Glück». Der Eintritt in die Schokolade-Erlebniswelt ist allerdings nicht gratis, auch nicht das Giessen einer eigenen Schokolade, das man auf Wunsch dazu buchen kann. Damit sich auch junge Familien − das hauptsächliche Zielpublikum − den Ausflug leisten könnten, biete Maestrani in Zusammenarbeit mit einem Grossverteiler, einer Bank und der SBB grosszügige Rabatte an, sagte Vettiger.

Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
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Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
CEO Markus Vettiger, Regierungsrat Bruno Damann und VR-Präsident Randolf Hanslin (v.l.n.r.) (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)
Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)

Eröffnungsmedienkonferenz von Maestrani’s Chocolarium (Bild: Urs Bucher)

«Minörli» und «Schoko-Bananen»

Maestrani produziert im sanktgallischen Flawil mit 150 Mitarbeitenden Schokoladen-Spezialitäten der Marken Maestrani, Minor und Munz und Produkte für Drittfirmen. Zu den bekanntesten Produkten gehören die «Minörli» und die gelben Schoko-Bananen. Der jährlichen Umsatz liegt zwischen 45 und 50 Mio. Franken. Zwei Drittel der Schokolade wird für den Schweizer Markt produziert. (sda)