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Rheintal
Chemieunfall in Widnau: Entwichenes Ammoniak führt zu Feuerwehreinsatz – zwei Personen sind im Spital

Am Montag ist in einem Industriebetrieb in Widnau Ammoniak entwichen. Daraufhin mussten über 100 Personen das Gebäude verlassen, zwei Personen wurden mit Atembeschwerden ins Spital gebracht.

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Wegen eines Chemieunfalls in Widnau wurde nebst der Polizei auch die Feuerwehr aufgeboten.

Wegen eines Chemieunfalls in Widnau wurde nebst der Polizei auch die Feuerwehr aufgeboten.

Bild: PD

(pd/mas/vdl) Am Montag, kurz nach 12 Uhr, ist es in einem Industriebetrieb in Widnau zu einem Defekt an einer Kältemaschine gekommen, woraufhin eine unbekannte Menge Ammoniak entwich. Es bestand keine Gefahr für Mensch und Umwelt, schreibt die Kantonspolizei St.Gallen in einer Mitteilung. Zwei Personen wurden mit Atembeschwerden vom Rettungsdienst ins Spital gebracht. 16 Angestellte liessen sich noch am Unfallplatz untersuchen. Etwa 100 Mitarbeiter wurden aus dem Gebäude evakuiert und versammelten sich im Freien.

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PD

Aus einer Kältemaschine in einem Technikraum trat aufgrund eines Defekts Ammoniak aus. Zu der Zeit befand sich niemand in dem Technikraum. Eine Warnlampe hatte den Alarm von aussen angezeigt. Spezialisten des Kompetenzzentrums Forensik der Kantonspolizei werden ermitteln, wie es zum Unfall kam und warum einige Mitarbeiter unter Beschwerden litten.

Menge des austretenden Ammoniaks ist noch unklar

Wie gross die Menge Ammoniak war, stand am Montag nicht fest. «Zu keiner Zeit bestand Gefahr für Mensch und Umwelt», sagte Hanspeter Krüsi. Für den Grosseinsatz waren mehrere Feuerwehren aus der Region aufge­boten. Sie wurden durch die Chemiewehr Buchs unterstützt. Unterstützung von Vorarlberger Seite wurde nicht angefordert.

Die Spezialisten betraten den Technikraum in voller Schutzmontur, um ihn zu entlüften. Am späten Nachmittag waren sie noch damit beschäftigt. «Das ist bei dem starken Föhn etwas problematisch», sagte Hanspeter Krüsi.

Der Rettungsdienst stand mit mehreren Wagen und zwei Notärzten im Einsatz. Die Kantonspolizei St.Gallen war mit mehreren Patrouillen vor Ort. Die Feuerwehr sperrte die Espenstrasse für den Verkehr bis in den späten Nachmittag hinein und organisierte eine Umleitung.