Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Chauffeur nicht mehr im Spital +++ Schadensumme noch nicht bezifferbar: Der Tag nach dem Sattelschlepper-Unfall

Über 30 Fachkräfte standen am Mittwoch bei der Kreuzung vor der Shopping-Arena in St.Gallen-Winkeln im Einsatz, nachdem ein Sattelschlepper mit einer Ladung von rund 18'000 Litern Biodiesel umgekippt war. Das Amt für Umwelt hat die Unfallstelle kontrolliert: Es ist nur minim Dieselöl ausgelaufen.
Christa Kamm-Sager
Der Unfall ist glimpflich ausgegangen: Der umgekippte Sattelschlepper hatte 21'000 Liter Biodiesel geladen. Davon gelangte nur wenig in die Umwelt. (Bild. Urs Bucher)

Der Unfall ist glimpflich ausgegangen: Der umgekippte Sattelschlepper hatte 21'000 Liter Biodiesel geladen. Davon gelangte nur wenig in die Umwelt. (Bild. Urs Bucher)

  • Ein Sattelschlepper mit 18'000 Litern Biodiesel war am Mittwoch um 15.25 Uhr von der Autobahn kommend stadteinwärts unterwegs und kippte aus unbekannten Gründen bei der Lichtsignalanlage.
  • Der 39-jährige Chauffeur musste mit unbestimmten Verletzungen ins Spital gebracht werden. Er ist wieder aus dem Spital entlassen worden.
  • Nur wenig Diesel ist ausgelaufen.
  • Zur Bergung des Sattelschleppers musste ein Kran aufgeboten werden. Die Zürcher Strasse war dazu von 18.45 bis ca. 20.30 Uhr gesperrt.

11 Personen der Feuerwehr, 12 Einsatzkräfte der Polizei und 6 Männer der Bergungsfirma mit Spezialkran standen am Mittwoch vor der Shopping-Arena rund 6 Stunden im Einsatz. Um 15.25 Uhr fuhr ein 39-jähriger Chauffeur mit seinem Sattelschlepper von der Autobahn herkommend zur Kreuzung. Als er beim Lichtsignal stadteinwärts auf die Zürcher Strasse einbiegen wollte, kippte der Sattelschlepper, der mit 18'000 Litern Biodiesel geladen war, aus unbekannten Gründen.

Wie es im Schlussbericht der Feuerwehr heisst, rückte sie mit Tanklöschfahrzeug, Rüstwagen, Autodrehleiter, Kommandofahrzeug, Ölwehrfahrzeug und dem Chemiewehr-Wechselladebehälter aus. Zur Unterstützung wurde das Amt für Umwelt, die Stadtwerke St.Gallen, die Abwasserbetriebe St.Gallen, die Kanalgruppe und ein Ersatz-Tankwagen aufgeboten.

Fahrtenschreiber zuerst auswerten

«Weshalb der Lastwagen kippte, ist noch nicht geklärt. Der Fahrtenschreiber muss zuerst ausgewertet werden», sagt Oskar Schmucki, Mediensprecher der Stadtpolizei St.Gallen, am Tag nach dem Unfall. Eine mögliche Ursache für den Unfall sei eine Verschiebung des Schwerpunkts durch die flüssige Last in der Kurve. An dieser Kreuzung gebe es immer wieder Vorkommnisse, aber ein Unfall in diesem Ausmass sei ihm nicht bekannt.

Beim Unfall wurde der Chauffeur leicht verletzt. «Er konnte aber mittlerweile wieder aus dem Spital entlassen werden», so Schmucki.

Der umgekippte Sattelschlepper am Mittwochnachmittag. (Bild: Stapo SG)

Der umgekippte Sattelschlepper am Mittwochnachmittag. (Bild: Stapo SG)

«Sehr wenig Dieselöl ausgelaufen»

Im Tank des Sattelschleppers seien 18'000 Liter Biodiesel transportiert worden. Als der Sattelschlepper auf der Seite lag, tropfte Diesel aus der oberen Öffnung. «Der Diesel konnte aber umgehend aufgefangen werden», so Schmucki. Laut Feuerwehr war es zuerst nicht klar, ob der Tank des Lastwagens beschädigt war. «Das Erdreich unter der Kontaktstelle hätte wie ein Dichtkissen wirken und so das Auslaufen des Diesels verhindern können», heisst es von Seiten der Feuerwehr. Der Pikettoffizier der Feuerwehr entschied deshalb, den Wagen zuerst nur minimal anzuheben, um zu sehen, ober er dicht ist. Während der Bergungsaktion sei das Abwasser aus dem betroffenen Gebiet in ein Rückhaltebecken umgeleitet worden. Ebenfalls seien alle Vorbereitungen für eine sofortige Intervention getroffen worden.

Das Amt für Umwelt hat die Unfallstelle trotzdem geprüft. Wie Lydia Frey vom Amt für Umwelt sagt, sei nur sehr wenig Dieselöl ausgelaufen. Das betroffene Erdreich – etwa ein Kubikmeter – werde abgetragen und entsorgt. Frey lobt das sehr gute Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte beim Unfall. «Es wurde sehr bedacht gehandelt und sofort auch ein Worst-Case-Szenario vorbereitet, da man zuerst nicht wusste, ob noch mehr Diesel auslaufen wird.»

Höhe der Schadenssumme noch ermitteln

Die Lichtsignalanlage und ein Kandelaber wurden beschädigt. Zudem sei ein geringer Flurschaden entstanden und auch der Lastwagen erlitt einen Schaden. «Die Höhe der Schadenssumme muss noch ermittelt werden», so der Mediensprecher der Stadtpolizei. Auch die aufwendige Bergung mit dem Spezialkran käme zu den Unfallkosten noch dazu.

Der Verkehr sei nach dem Unfall sofort umgeleitet worden, es sei nur zu einem kleineren Rückstau in Richtung Gossau gekommen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.