Chance vertan

Urs Markus Hemm
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Winzige neun Stimmen gaben den Ausschlag. (Bild: Urs Bucher)

Winzige neun Stimmen gaben den Ausschlag. (Bild: Urs Bucher)

Die Fusion der drei Gemeinden Bütschwil-Ganterschwil, Lütisburg und Oberhelfenschwil wurde an der Urne versenkt, noch bevor der Vereinigungsprozess überhaupt in die Wege geleitet werden konnte. Für eine Mehrheit fehlten am Ende lediglich zehn Stimmen aus Lütisburg. Warum aber lehnte gerade die Lütisburger das Projekt ab? Schliesslich waren es sie, die bereits mit Bütschwil-Ganterschwil in Fusionverhandlungen standen, als Oberhelfenschwil seinerseits seine Fusionsabsichten kundtat. Zugegeben, nach Gemeinsamkeiten zwischen Oberhelfenschwil und Lütisburg muss man lange suchen. Dennoch wäre es für die drei Gemeinden eine Chance gewesen, mit mehr Gewicht auf die Entscheidungen in der Region Einfluss zu nehmen.

Für Oberhelfenschwil wird es nun schwierig, neue Partner zu finden. In Richtung Thurtal bliebe einzig Lichtensteig, das eine mögliche Fusion aber grundsätzlich ablehnt. Eine Fusion mit Neckertal würden die zum Thurtal hin orientierten Oberhelfenschwiler nicht mittragen. Mit der gestrigen Abstimmung wurde eine grosse Chance vertan. Dies ist für die Oberhelfenschwiler umso ärgerlicher, da es nicht an Ihnen, sondern an der Meinung von einigen wenigen Lütisburgern gelegen hatte.

urs.hemm@toggenburgmedien.ch