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CASTING-SHOW: «Es war schön, krass, skurril»

Der Rheintaler Profimusiker Enrico Lenzin tritt in der SRF-Sendung «Die grössten Schweizer Talente» mit einer speziellen Alphornshow an. Am 12. März wird sein Auftritt ausgestrahlt.
René Schneider
Enrico Lenzin mit seinen Alphörnern vor Jury und Publikum der Sendung "Die grössten Schweizer Talente". (Bild: SRF/Paolo Foschini)

Enrico Lenzin mit seinen Alphörnern vor Jury und Publikum der Sendung "Die grössten Schweizer Talente". (Bild: SRF/Paolo Foschini)

Herr Lenzin, hatten Sie Angst vor der Jury?

Enrico Lenzin: Nein, aber Respekt. Doch entscheidet auch im realen Musikerleben nicht der Direktor des Konservatoriums, sondern das Publikum über Erfolg oder Misserfolg. Ich spiele für alle, nicht nur für Experten.

Von wem ging die Initiative aus?

Lenzin: Die Macher kontaktierten mich im August. Ob ich Lust hätte, mitzumachen. Sie wussten, dass ich mich unter anderem mit Talerschwingen und Alphornblasen befasse. Das interessierte sie.

Kannten Sie die Sendung?

Lenzin: Ich hatte sie ein- oder zweimal mit meinen Kindern gesehen. Sie war mir sympathisch. Dagegen hatte ich vor etwa zwei Jahren eine Anfrage von «Deutschland sucht den Superstar» abgelehnt. Das war mir zu fremd. Ich nahm dann im Herbst in Zürich an einer Vorausscheidung des SRF teil.

Da waren wohl viele?

Lenzin: Hunderte, in einem Schulhaus, alle möglichen Talente, Junge, Alte, Gruppen, in den schrillsten Kleidern. Es war eine super Stimmung. Kein Konkurrenzdenken, kein Ellbögeln, total lustig und spannend. Meine Kinder, die mich begleiteten, waren begeistert und nahmen mir die restlichen Zweifel.

Sie mit Alphorn am Casting?

Lenzin: Ja, und mit anderen Instrumenten und Boxen. Die Kinder halfen mir bei der Schlepperei. Man stand in der Schlange wie im Flughafen, checkte ein, bekam eine Nummer und wartete. Dann zeigte ich meine Performance einer Jury in einem Schulzimmer, später einer anderen Jury in einem anderen Schulzimmer. Überall standen Kameras und wurden Probe-Interviews produziert.

Sie überzeugten die Fachleute?

Lenzin: Ende Oktober bekam ich die Einladung. Offenbar passte meine rhythmische Alphorn-Performance in die Sendung. Die Produzenten sagten von Anfang an, dass sie möglichst viele verschiedene Darbietungen wollen. Also nicht nur Sänger oder Akrobaten, von allem etwas.

Waren Sie bei der Aufzeichnung nervös?

Lenzin: Sehr. Als Schlagzeuger spiele ich ja meistens in der hinteren Reihe. Ich hatte mich zwar über zwei Monate täglich während Stunden vorbereitet und an meiner Dreiminuten-Show gefeilt. Ich wollte eine möglichst perfekte Performance zeigen.

War die Stimmung angespannt unter den Teilnehmenden?

Lenzin: Es waren etwa 15 Teilnehmer an jenem Tag, und es herrschte wieder eine gute Stimmung. Trotz aller Nervosität gefiel mir die Atmosphäre hinter der Bühne. Aber die Spannung war extrem. Am frühen Abend kam das Publikum. 1500 Leute im Saal, eine riesige Bühne, unglaublich viel Technik. Ich bin es kleiner und einfacher gewohnt. Mein persönlicher Betreuer machte mir Mut, beruhigte mich, schob mich in die Maske, durch die Gänge, auf die Bühne. Auf den letzten Metern war es genau so, wie ich es als Zuschauer kannte: Gleissendes Licht, vor mir die Jury und ein gutgelauntes, motivierendes Publikum, ich allein auf der Bühne. Es war schön, krass, total skurril.

Was versprechen Sie sich vom Auftritt in der Sendung?

Lenzin: Etwas mehr nationale Aufmerksamkeit. Ich lebe für die Musik, aber auch von der Musik und bin nur zu 30 Prozent als Schlagzeuglehrer angestellt.

Wie gelang Ihr Auftritt?

Lenzin: Sehr gut, und er kam beim Publikum sehr gut an. Mehr darf ich nicht sagen. Die Ausstrahlung ist am 12. März.

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