Buttersäure-Anschlag auf St.Galler Ex-Pegida-Aktivist Ignaz Bearth

Dem St.Galler Ignaz Bearth haben Unbekannte Nachts eine stinkende Flüssigkeit durch das offene Fenster in die Wohnung gesprüht. Der ultrarechte Politiker erstattete Anzeige. Die Kantonspolizei St.Gallen ermittelt.

Drucken
Teilen
Der St.Galler Ex-Pegida-Aktivist Ignaz Bearth. (Bild: pd)

Der St.Galler Ex-Pegida-Aktivist Ignaz Bearth. (Bild: pd)

(red.) Unbekannte haben am Wohnort von Ignaz Bearth eine stinkende Flüssigkeit durch ein offen stehendes Fenster gesprüht. Zur Aktion bekennt sich das linksautonome Onlineportal Barrikade.info. Auf ihrer Seite ist zu lesen:

«Es stinkt jetzt nicht mehr nur dann, wenn er seinen Mund aufmacht. Etwas Hässliches für eine Person mit hässlicher Persönlichkeit.»

Und weiter: «Faschistische Personen sollen wissen, dass wir sie niemals zur Ruhe kommen lassen. Wir wissen, wo sie arbeiten, wo sie wohnen, wer ihre Freunde sind, wie ihre Haustiere heissen, wo sie zum Sport gehen, welches ihre Lieblingsfarbe ist, welches die Lieblings-Gutenachtgeschichte ist. Wir greifen sie an, wo wir wollen und wann wir wollen, mit den Mitteln, die uns richtig erscheinen!»

Laut eines Berichts von «20 Minuten» hat Ignaz Bearth, Mitgründer von Pegida Schweiz, Anzeige erstattet. Jetzt ermittelt die Kantonspolizei St.Gallen. Deren Sprecher Hanspeter Krüsi sagt, dass die Anzeige auch die ausgestossene Drohungen einschliesse. Man nehme diese ernst, sagt Krüsi.

Ignaz Bearth hört bei Pegida Schweiz auf

Pegida Schweiz muss sich einen neuen Pressesprecher suchen. Wie der Ostschweizer Ignaz Bearth auf Facebook mitteilte, legt er sein Amt per sofort nieder - die islamkritische Bewegung unterstützt er als Privatmann aber weiter.

Verfahren gegen Bearth eingestellt

UZWIL. Die Bundesanwaltschaft hat das Verfahren gegen den Uzwiler Rechtspolitiker Ignaz Bearth eingestellt. In einem Facebook-Eintrag hatte Bearth behauptet, dass nicht die Anti-Islam-Bewegung Pegida, sondern die deutsche Bundeskanzlerin und ihre Regierung die «wirklichen Nazis in Berlin» seien.

Bundesanwalt ermittelt gegen Ignaz Bearth

ST. GALLEN. Erneuter Wirbel um den Uzwiler Rechtspolitiker Ignaz Bearth: Er hat gemäss der Zeitung «Schweiz am Sonntag» die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Facebook als Nazi beschimpft und ist darum ins Visier der Bundesanwaltschaft geraten.