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BURGLIND: Schäden in Millionenhöhe

In Ostschweizer Wäldern hat der Wintersturm keine grossflächige Verwüstung angerichtet. Bei den Gebäuden summieren sich die Schäden jedoch.
Jonas Manser

Jonas Manser

jonas.manser@tagblatt.ch

Die Ostschweiz ist beim Wintersturm relativ glimpflich davongekommen. Im Kanton St. Gallen seien gegen 80 Meldungen eingegangen, sagt Polizeisprecher Hanspeter Krüsi gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Es habe dabei aber keine grösseren Schäden gegeben, präzisiert Fredy Koller vom Kantonalen Führungsstab. Einige Bäume seien umgestürzt, weiter mussten vollgelaufene Keller ausgepumpt werden. «Wir hatten Glück», betont Koller.

Nach den ersten Grobschätzungen des Forstamtes des Kantons St. Gallen sei die Ostschweiz «mit einem blauen Auge davongekommen», sagt Kantonsoberförster August Ammann. «Im Vergleich zum verheerenden Sturm Lothar verzeichnen wir bis anhin keine gravierenden Schäden.» Ammann spricht dabei von Streuschäden, von vereinzelten umgefallenen Bäumen.

Das Forstamt schätzt die Schadenmenge auf 20000 bis 50000 m3 Holz, das würde einen Verlust von 7 bis maximal 15 Prozent bedeuten. Der Kanton St. Gallen verzeichnet eine Holznutzung von durchschnittlich 300000 m3 Holz pro Jahr. Der Holzmarkt könne dies verkraften. Statt die geplanten Fällungen vorzunehmen, werde das Schadholz so schnell wie möglich verwendet, sagt Ammann. «Bis sich das Wetter beruhigt hat und die Aufräumarbeiten fertig sind, sollten die Wälder am besten nicht betreten werden», sagt Ammann. Man solle die nötige Vorsicht walten lassen, jetzt mehr als sonst. Im Thurgau trafen bei der Polizei nur einige wenige Meldungen ein. Am Donnerstag war für den Kanton noch Wasseralarm ausgelöst worden. Das Hochwasser blieb aber ohne grössere Folgen. Die Pegel sinken wieder, bestätigt Marco Baummann vom Amt für Umwelt gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Flüsse seien dort über die Ufer getreten, wo es erwartet worden war.

Bevölkerung war vorbereitet

Bei den Gebäudeversicherungen in St. Gallen (GVA) und Thurgau laufen auch zwei Tage nach dem Sturm die Telefonleitungen heiss: Stündlich werden weitere Schäden gemeldet. Gestern Nachmittag waren es bei der GVA St. Gallen bereits 1900 Meldungen mit einem Gesamtschadensbetrag von 4,3 Millionen Franken. «Wir erwarten noch mehr Anrufe. Unsere Leitungen sind ständig belegt», sagt Tommy Winiger, Leiter Schadendienst. Trotz der hohen Fallzahlen hätte es schlimmer kommen können, sagt Winiger. «Die Bevölkerung ist genug früh vorgewarnt worden. Sie konnte sich dementsprechend auf den Sturm vorbereiten und dadurch das Schadenausmass verringern.» Von den Sturmböen am Mittwoch war das Linthgebiet am stärksten betroffen. Aus dieser Region wurden bisher 330 Schadensfälle angemeldet mit einer geschätzten Schadenssumme von 800000 Franken. Ebenfalls stark getroffen wurde das Rheintal, das Sarganserland sowie das Toggenburg.

Bei der Gebäudeversicherung Thurgau sind bis gestern Nachmittag ebenfalls circa 1000 Meldungen eingegangen. «Wir schätzen den Gesamtschadenbetrag auf rund 2 Millionen Franken», sagt Walter Baumgartner, Direktor Gebäudeversicherung Thurgau.

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