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Bunker am Ufer und Bombennächte

Eine Gedenktafel in Rheineck war Auslöser zu dieser Serie. Die Recherche hat Interessantes ergeben, dank Zeitzeugen, wie etwa Hans Schwendener, dem Sohn eines Zollbeamten in Rheineck.
Kurt Latzer
An der Uferpromenade (hier in den 1920er-/30er-Jahren) unterhalb der Brücke wurden 1938 die ersten Bunker errichtet. Auf einem der sogenannten Schindler-Bunker war vermutlich die Gedenktafel montiert, die heute auf dem Stein beim Hotel Hecht zu sehen ist. (Bild: Gerda Huber/Archiv)

An der Uferpromenade (hier in den 1920er-/30er-Jahren) unterhalb der Brücke wurden 1938 die ersten Bunker errichtet. Auf einem der sogenannten Schindler-Bunker war vermutlich die Gedenktafel montiert, die heute auf dem Stein beim Hotel Hecht zu sehen ist. (Bild: Gerda Huber/Archiv)

«Für uns Kinder war es eine abenteuerliche Zeit», sagt Hans, der als Sohn des Grenzwächters Rudolf Schwendener von 1938 bis 1948 im ehemaligen Zollhaus in Rheineck wohnte. Zusammen mit Kindern anderer Grenzwächter und Zöllner. Obwohl ennet der Grenze der Zweite Weltkrieg tobte, beschreibt Hans Schwendener diese Jahre als unbeschwert. «Die Eltern mussten sich keine Sorgen machen, wenn wir auf der Strasse spielten und umhertollten», sagt der Zöllnersohn.

Autos seien damals kaum unterwegs gewesen, «höchstens der Landarzt mit seinem Holzvergaser-Auto.» Damals gab es an der Uferpromenade eine Allee. Viel unterwegs waren die Kinder vom Zollhaus auch am Rheinufer. Der in Rheineck aufgewachsene und heute im Züribiet wohnhafte Hans Schwendener erzählt von der kleinen Allee, die man wohl in den 1920er-Jahren an der Flaniermeile unterhalb der Grenzbrücke zwischen Rheineck und Gaissau gepflanzt hatte. An eben dieser Promenade befand sich jener klein Bunker (vermutlich Schindler-Bunker), an dem die Tafel montiert war. Sie erinnerte an den Einsatz einer Kompanie der Grenzbrigade 8, die während des Zweiten Weltkriegs am Rhein ihren Dienst leistete.

Auch die vielen Dampfschiffe, die damals in Rheineck anlegten, hat der heute 80-Jährige in Erinnerung. «An der Anlegestelle war Platz für viele Schiffe, weil der Alte Rhein damals viel mehr Wasser führte als heute», sagt Hans Schwendener.

Als die Erde bebte, auch im Städtli

Furcht habe er nie gehabt. Auch nicht an den Abenden, an denen die Alliierten Bomben abwarfen. «Das war ja auf der anderen Seite des Bodensees», sagt Hans Schwendener.

Anders, als die Kinder der Zeit, erlebten Erwachsene das Bombardement deutscher Städte. Im Buch «Erlebtes 1893 – 1971» von Leonhard Grässli sind die Geschehnisse des 28. April 1944 festgehalten. Da war Hans Schwendener sechs Jahre alt. «Um Mitternacht der bisher schwerste Bombenangriff auf Friedrichshafen. Viermotorige englische Lancaster, die Zweitonnenbomben tragen konnten, dröhnten über uns hinweg. In fünf- vielleicht sechstausend Meter Höhe summten sie wie ein grosser Hornissenschwarm nach und von Friedrichshafen.» Das Beben der Erde während des Bombenregens habe man bis Rheineck gespürt. An der Uferpromenade (hier in den 1920er-/30er-Jahren) unterhalb der Brücke wurden 1938 die ersten Bunker errichtet. Auf einem der sogenannten Schindler-Bunker war vermutlich die Gedenktafel montiert, die heute auf dem Stein beim Hotel Hecht zu sehen ist.

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