Bundespräsidenten müssen nicht mehr an die Olma

Die Bundespräsidentin oder der Bundespräsident sind nicht mehr verpflichtet, die Olma zu eröffnen: Die Veranstaltung wurde aus dem sogenannten Aide Mémoire, dem Pflichtenheft für Bundesräte, gestrichen.

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Das traditionelle Olma-Bild: Ueli Maurer, Bundespräsident im Jahr 2013, mit einem Säuli. Mit dem bundesrätlichen Besuch in St.Gallen könnte es nun vorbei sein. (Bild: Ralph Ribi)

Das traditionelle Olma-Bild: Ueli Maurer, Bundespräsident im Jahr 2013, mit einem Säuli. Mit dem bundesrätlichen Besuch in St.Gallen könnte es nun vorbei sein. (Bild: Ralph Ribi)

Es gehört zum Ritual der Olma-Eröffnung: Der Bundespräsident hält eine Rede, macht einen Rundgang durch die Olma und bekommt als Höhepunkt − und beliebtestes Fotosujet − ein Säuli in den Arm gedrückt.

Damit könnte es nun vorbei sein: Der Bundesrat habe das sogenannte "Aide Mémoire" überarbeitet und dabei verschiedene Pflichttermine des Bundespräsidenten gestrichen, berichtete das Regionaljournal Ostschweiz. Der Revision fiel neben dem Automobilsalon in Genf oder dem Cupfinal auch die Olma zum Opfer.

Die nächste Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga werde auf jeden Fall eine Einladung erhalten, erklärte Olma-Direktor Nicolo Paganini. Klar ist damit vor allem eines: Falls die Bundespräsidentin im Oktober 2015 an der Olma ein Säuli in den Armen hält, macht sie dies freiwillig − nicht von Amtes wegen. (sda)