Bundesgericht gibt Basler Kiffer recht

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Die Richter des Bundesgericht hat am 6. September 2017 entschieden , dass ein Mann aus Basel-Stadt zu Unrecht wegen Besitzes von Cannabis und Haschisch gebüsst worden war. Der Beschuldigte war 2015 von der Kantonspolizei Basel kontrolliert worden. Die Beamten fanden ein halbes Gramm Marihuana und 0,1 Gramm Haschisch, weshalb er gebüsst wurde. Dem widersprach nun das Bundesgericht: Es handle sich um eine straflose Vorbereitungshandlung. Dabei stützen sich die Richter auf das bestehende Betäubungsmittelgesetz. Das Urteil führte dazu, dass die Stadt Zürich die Rechtspraxis anpasst: "Wir haben entschieden, dass wir Verfahren wegen blossen Besitzes einer geringfügigen Menge Cannabis bei Erwachsenen inskünftig einstellen oder nicht an die Hand nehmen", sagte Katharina Graf, leitende Stadtrichterin der Stadt Zürich, auf Anfrage vom Tagesanzeiger. Am Donnerstag folgte dann die Mitteilung der Kantonspolizei Zürich, dass die Strafverfolgungsbehörden im gesamten Kanton bis auf weiteres auf eine Busse verzichten. (tn)