Bund genehmigt fast alle Deponien

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Richtplan Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) hat eine Anpassung des Richtplans des Kantons St. Gallen genehmigt. Es geht darin um Deponiestandorte und um Solaranlagen in schützenswerten Ortsbildern. Die St. Galler Regierung hatte die Minirevision des Richtplans im vergangenen Sommer erlassen. Diese sieht eine Baubewilligungspflicht für Solaranlagen in schützenswerten Ortsbildern vor. Davon betroffen sind auch die im Richtplan aufgeführten Industriedenkmäler von kantonaler Bedeutung.

Angepasst werden auch die Deponiestandorte. So nimmt der Kanton den Deponiestandort Aachen in Mörschwil in den Richtplan auf. Die Regierung ­beharrte trotz des Widerstands aus Mörschwil auf dieser neuen Deponie. Sie ist nötig, weil sich in der Region ein Deponie-Notstand für sauberen Aushub abzeichne, wie es hiess.

Die Genehmigung der Richtplan-Anpassung durch das Uvek steht, laut der Publikation im Bundesblatt vom Dienstag, unter einem Vorbehalt: Der Kanton soll die Streichung des Deponiestandorts Campiun in der Gemeinde Sevelen prüfen. 2006 hatte das Bundesgericht eine geplante Erweiterung des Steinbruchs Campiun untersagt. (sda)