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Brutaler Schläger aus Kosovo wird ausgeschafft

Der heute 28jährige Mann aus dem Kosovo war vor 16 Jahren im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz eingereist. Nach Beendigung der Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Dachdecker und später als Strassenbauer.

FRAUENFELD. Später arbeitete er als Praktikant bei der städtischen Heilpädagogischen Schule in der Ostschweiz, wo er eine Lehre zum Fachmann Betreuung absolvierte und im Jahre 2013 abschloss. Seither ist er als Fachperson Jugendarbeit in der Nordostschweiz tätig. Der Kosovare ist mit einer Schweizer Bürgerin zusammen und hat mit ihr eine Tochter.

Türsteher brutal verprügelt

Zwischen 2003 und 2007 wurde der Kosovare insgesamt zwölf Mal (jugend-)strafrechtlich mit Verweisen, Arbeitsleistungen und Bussen bestraft, vorwiegend wegen Drogendelikten, aber auch wegen Raufhandels und Körperverletzung. In den Jahren 2007 und 2008 erwirkte er weitere Bussen wegen Körperverletzung, Drohung und Sachbeschädigung. Im Januar 2014 wurde der Mann vom Bezirksgericht Frauenfeld wegen schwerer Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, neun davon unbedingt, verurteilt, weil er «rücksichtslos, ja brutal» gegen einen Türsteher vorging und diesem diverse Faustschläge und mehrere Knietritte gegen den Kopf zufügte. Das Opfer erlitt dabei einen Schädelbruch.

Wegweisung verhältnismässig

Im Juli 2014 widerrief das Migrationsamt des Kantons Thurgau unter Hinweis auf diese Straftat die Niederlassungsbewilligung des Kosovaren und wies diesen aus der Schweiz weg. Eine dagegen eingereichte Beschwerde hat das Bundesgericht jetzt abgewiesen. Im Zentrum des höchstrichterlichen Entscheids stand die Frage, ob die Wegweisung verhältnismässig ist. Dies hat das Bundesgericht angesichts der brutalen Tat bejaht. Auch der familiäre Aspekt führt zu keinem andern Ergebnis. Zwar haben seine Lebenspartnerin und sein Kind den Schweizer Pass und es dürfte ihnen schwerfallen, mit in den Kosovo zu übersiedeln. Indessen wusste die Lebenspartnerin von der strafrechtlichen Vergangenheit ihres Partners und musste deshalb damit rechnen, ihr Familienleben nicht in der Schweiz führen zu können. Zudem steht es der Mutter und ihrem Kind frei, in der Schweiz zu bleiben und den Kontakt zum Lebenspartner bzw. zum Vater besuchsweise oder über die gängigen Kommunikationsmittel zu halten. (upi)

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