BRONSCHHOFEN: Frau in Bronschhofen umgebracht - Ehemann verhaftet

Am Mittwochmittag ist in einem Mehrfamilienhaus an der Hauptstrasse in Bronschhofen eine 34-jährige Russin tot aufgefunden worden. Die Polizei geht von einem Gewaltverbrechen aus.

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Das Haus Sternen im Zentrum von Bronschhofen. Die Tat soll im Obergeschoss geschehen sein. (Bild: sdu)

Das Haus Sternen im Zentrum von Bronschhofen. Die Tat soll im Obergeschoss geschehen sein. (Bild: sdu)

BRONSCHHOFEN. In einem Mehrfamilienhaus an der Hauptstrasse in Bronschhofen fand die Kantonspolizei St.Gallen am Mittwochmittag die Leiche einer 34-jährigen Russin. Eine Nachbarin hatte den Rettungsdienst alarmiert, nachdem der Ehemann der Verstorbenen sie auf seine Frau aufmerksam gemacht hatte. Die Rettungskräfte konnten beim Eintreffen nur noch den Tod der Frau feststellen. Wie die Kantonspolizei St.Gallen am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei der Toten um eine 34-jährige Russin, die sich mit ihrem russischen Mann und der gemeinsamen Tochter in der Schweiz aufgehalten hat.

Ehemann wurde festgenommen
Weshalb der Ehemann die Nachbarin verständigt hatte, wollte die Polizei auf Anfrage nicht kommunizieren. Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der St.Galler Kantonspolizei, sagt gegenüber Tagblatt Online: "Wir stehen noch am Beginn der Ermittlungen." Der 43-jährige Ehemann sei jedoch wegen eines Verdachts festgenommen worden. "Bis weitere Ermittlungsergebnisse vorliegen, gilt für ihn die Unschuldsvermutung."

Nebst der Polizei und dem Rettungsdienst war auch die Feuerwehr Wil vor Ort. Wie der Wiler Feuerwehrkommandant Andreas Dobler gegenüber Tagblatt Online sagte, war die Feuerwehr über die Notrufzentrale als erste aufgeboten worden und schickte zwei Mann, die lebenserhaltende Sofortmassnahmen hätten einleiten können. Zum Einsatz kamen die beiden Feuerwehrangehörigen allerdings nicht, da bereits die Ambulanz anwesend war. Da sie mit der zu betreuenden Person keinen Kontakt hatten, bekamen die Feuerwehrleute nicht mit, was vorgefallen war. "Erst im Nachhinein hörten wir, dass möglicherweise ein Verbrechen stattgefunden hat", sagt Dobler.

Tat soll im Obergeschoss geschehen sein
Das Haus, in dem die Frau aufgefunden wurde, ist in Bronschhofen als Haus Sternen bekannt. Es handelt sich um ein ehemaliges Restaurant im Dorfzentrum, schräg gegenüber der Bäckerei Panetarium. Im Dorf munkelt man, dass die Tat im Obergeschoss geschehen sein soll.

Doch ob im nahe gelegenen Restaurant, in der Bäckerei oder der Nachbarschaft: Niemand hat genau mitbekommen, was passiert ist. Eine direkte Nachbarin ist Ruth Keller. Sie sagt: "Es ist tragisch, dass solche Sachen passieren und nicht wirklich angenehm, direkt nebenan zu wohnen." Sie berichtet, aus jenem Haus auch schon Schreie gehört zu haben, aber nicht im Zusammenhang mit diesem Delikt. Einige Nachbarn erzählen, dass seit mehreren Jahren Asylsuchende im Haus Sternen untergebracht seien. Negativ aufgefallen sind sie ihnen nicht.

Gemäss bisherigem Erkenntnisstand war der Mann nicht polizeilich bekannt. Die Tochter wurde laut Rezzoli in Obhut gebracht. Das Institut für Rechtsmedizin klärt derzeit die genauen Todesumstände ab. (sdu/ph/jmw)

Das Haus Sternen im Zentrum von Bronschhofen. Die Tat soll im Obergeschoss geschehen sein. (Bild: sdu)

Das Haus Sternen im Zentrum von Bronschhofen. Die Tat soll im Obergeschoss geschehen sein. (Bild: sdu)