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Brisante Fragen an den Bundesrat

In der Schweiz sei das Bewusstsein über die eigenen Sklavereiverbindungen noch immer gering, stellt die St. Galler SVP-Nationalrätin Claudia Friedl fest. Dabei gelte für unser Land, was der Sklaverei-Historiker Michael Zeuske als Besonderheit Europas genannt hat: Man machte aus dem Sklavenhandel «institutionell Banken». In einer Interpellation, die Friedl an den Bundesrat vorbereitet, fragt sie nach einer systematischen Aufarbeitung durch die historische Forschung, weil nicht offengelegte Sklavereibeziehungen für Schweizer Banken und Versicherungen zum Risiko werden könnten. Der Bundesrat soll «historisch, moralisch und (menschen)rechtlich» beurteilen, dass «angesehene» Schweizer im 19. Jahrhundert immer wieder Sklaverei und Sklavenhandel rechtfertigten und davon profitierten. Zudem wird die heutige Landesregierung angefragt, die Position des Bundesrats von 1864 zu werten, wonach das Halten von Sklaven durch Schweizer in Brasilien «kein Verbrechen» sei. Zum aktuellen Fall der kubanischen Sklavenvergangenheit des Trogner Bankers Zellweger will die Nationalrätin vom Bundesrat wissen, ob er Kenntnis davon habe, dass der UBS erneut Ungemach drohen könne. (mel)

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