Briefmarke in Rekordtempo gedruckt

Liechtensteins Philatelie, die das Jubiläum «100 Jahre Briefmarken» feiert, wird im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet: Zur Eröffnung der internationalen Jubiläumsausstellung wurde eine Briefmarke in Rekordtempo gedruckt.

Günther Meier
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Martin Meyer, stellvertretender liechtensteinischer Regierungschef, eröffnet die Liba 2012. Neben ihm drei Entwürfe von Briefmarken, die aus einem Gestaltungswettbewerb hervorgingen. (Bild: Günther Meier)

Martin Meyer, stellvertretender liechtensteinischer Regierungschef, eröffnet die Liba 2012. Neben ihm drei Entwürfe von Briefmarken, die aus einem Gestaltungswettbewerb hervorgingen. (Bild: Günther Meier)

VADUZ. Die Liechtensteiner Briefmarkenausstellung Liba 2012 steht ganz im Zeichen des Jubiläums «100 Jahre Liechtenstein Briefmarken». Obwohl das Briefmarkengeschäft aufgrund des gesellschaftlichen Wandels und neuer Kommunikationsmöglichkeiten zurückgegangen ist, setzt Liechtenstein weiterhin auf seine «gezähnten Botschafter» und deren Wirkung für die Imagepflege des Landes.

Guinness-Rekord gelungen

Zur Steigerung der Attraktivität der Briefmarken sind in den vergangenen Jahren verschiedene Massnahmen gesetzt worden, die ihre Wirkung nicht verfehlten. Zum Auftakt der Briefmarkenausstellung wurde ein Rekordversuch unternommen, um Aufnahme in das Guinness-Buch der Rekorde zu finden. Es galt, die Zeit von einer Stunde und 25 Minuten für den Druck einer Briefmarke zu unterbieten. Dieser bisherige Rekord ist unterboten worden, womit der extra aus England angereiste Experte den Liba-Sonderblock als die weltweit am schnellsten gedruckte Briefmarke in das Rekordbuch aufnehmen kann.

Der Briefmarken-Rekord stand in Zusammenhang mit einem Gestaltungswettbewerb für neue Briefmarken, der im Jubiläumsjahr ausgeschrieben worden war. Kinder, Jugendliche und Erwachsene wurden aufgerufen, zum Thema «Liechtensteiner Sagen» eine Briefmarke zu entwerfen. Eine Auswahl von drei Entwürfen aus jeder Kategorie stand den Festbesuchern der Ausstellungseröffnung zur Verfügung. Aus diesen Entwürfen wurde in einem Abstimmungsverfahren, an dem auch Fürstin Marie und Erbprinz Alois teilnahmen, die schönste Briefmarke ausgewählt. Sobald die Entscheidung feststand, brachte die Polizei in einem Sondereinsatz das Ergebnis in die Druckerei Gutenberg in Schaan, die in Rekordzeit die ersten Bogen druckte, stanzte, verpackte und die fertigen Postwertzeichen an die Festbesucher lieferte.

Der Rekordversuch konnte nur erfolgreich sein, weil die liechtensteinische Druckerei Gutenberg seit 2009 regelmässig liechtensteinische Briefmarken druckt, die früher ausschliesslich in der Schweiz und in Österreich gedruckt worden waren.

Schönste Marke gesucht

Die noch bis zum 19. August dauernde Liba 2012 zeigt sämtliche Briefmarken des Fürstentums, die in der 100jährigen Geschichte von 1912 bis 2012 herausgegeben wurden. Ausserdem sind zahlreiche Aussteller mit ihren Spezialsammlungen vertreten, begleitet von einer Händlerbörse sowie von Auftritten der Postgesellschaften aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Färöer und land.

Die Besucher werden ersucht, an einem Wettbewerb teilzunehmen, um mit ihrer Auswahl die «schönste liechtensteinische Briefmarke der letzten 100 Jahre» zu ermitteln.