BRIEFING
Ostschweiz am Morgen: Linke fordern einen Olympia-Boykott +++ «Mohrenkopf»-Verkäufer vor Gericht +++ FCSG spielt gegen Servette

Die wichtigsten News und Termine von heute: Mit Tagblatt.ch gut informiert in den Tag starten.

Martin Oswald
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Die Geschäfte sind wieder offen, die drängende Frage ist nun, wann auch die Gastronomen wieder Geld verdienen dürfen. Die Lage ist trügerisch. Zwar sind die Belegung der Intensivbetten und die 14-Tagesinzidenz im grünen Bereich, aber sowohl der R-Wert im 7-Tagesschnitt als auch die Positivrate bei den Tests liegen noch über dem Zielwert. Heute verlangt der Nationalrat vom Bundesrat umgehende Lockerungen und die Öffnung von Restaurants und Freizeitbetrieben per 22. März. Der Bundesrat seinerseits hatte vor, in einer Woche über den weiteren Fahrplan zu informieren. Der Druck ist nun gestiegen.

Wie gefällt Ihnen dieses morgendliche Briefing? Ich freue mich über Ihr Feedback an martin.oswald@chmedia.ch

Das Wetter heute

  • «Der Mittwoch ist auch trocken und schön oder freundlich, dichtere hohe Wolken und Saharastaub in 3 bis 4 Kilometer Höhe trüben aber zunehmend den Sonnenschein. Dafür nach nicht mehr so kalter Nacht in der Ostschweiz der wärmste Tag der Woche mit 11 bis 17 Grad.» - Meteorologe Joachim Schug

Darüber spricht die Ostschweiz

  1. Im Februar 2022 sollen rund 90 Länder ihre Sportler nach China zu den Olympischen Winterspielen entsenden. Im Westen formiert sich eine breite Front von Olympiagegnern, Chinakritikern und Menschenrechtlern. Die Boykottdiskussion hat nun auch die Schweiz erreicht: Linke Politikerinnen und Politiker fordern ein Fernbleiben der Schweizer Sportler - oder zumindest der Schweizer Regierung. Mehr lesen...
  2. 80 Menschen haben sich gestern Abend auf dem Marktplatz in Weinfelden versammelt um gegen die Coronamassnahmen zu demonstrieren. Masken- und Abstandspflicht hielten sie nicht ein. Die Polizei war vor Ort, griff aber nicht ein. Die Veranstalterin wird allerdings angezeigt. Mehr lesen...
  3. Ein Imbissunternehmer hat vergangenen Sommer in Rorschach mit schwarzer Farbe im Gesicht «Mohrenköpfe» der Firma Dubler verkauft – und sich einen Strafbefehl wegen Rassendiskriminierung eingehandelt. Der «Mohrenkopf»-Verkäufer akzeptiert den Strafbefehl nicht. Gegenüber dieser Zeitung gab er an, die Süssigkeiten ohne rassistischen Hintergedanken feilgeboten zu haben. Heute Nachmittag kommt es zur Verhandlung am Kreisgericht in Rorschach. Mehr lesen...

Das passiert heute

08:00 Uhr

Dritter Tag der Frühjahrssession im Parlament. Der Nationalrat diskutiert über Parteispenden, einen besseren Schutz für das Bündnerfleisch, den Gegenvorschlag zur Pflege-Initiative und härtere Strafen für illegalen Tierhandel. Im Ständerat geht es unter anderem um den Gegenvorschlag zur Pestizid-Initiative, um ein Impulsprogramm für Hotels in Berggebieten, und Kurzarbeitsentschädigung für Tieflöhner.

10:00 Uhr

Die St.Galler Spitäler präsentieren ihre Bilanz. Vor einem Jahr mussten die vier Spitalverbunde einen Verlust von 20 Millionen Franken für das Geschäftsjahr 2019 bekannt geben. Wie gross ist der Verlust im Coronajahr 2020? Update lesen...

18.15 Uhr

Der FC St.Gallen trifft im Kybunpark vor leeren Rängen auf Servette Genf. Für das Team von Trainer Peter Zeidler gilt es dabei den dritten Rang zu verteidigen und den famosen 3:1-Sieg gegen den FC Basel zu bestätigen. Das Spiel können Sie in unserem Liveticker verfolgen.

«Häsch gseh»

Es ist zwanzig Jahre her, da machte Trendforscher Matthias Horx in der österreichischen Zeitung «Der Standard» die Aussage, das Internet überfordere die Menschen und werde sich nicht wie Radio und TV als Massenmedium durchsetzen. Irren ist menschlich, die letzten zwanzig Jahre erzählen eine andere Geschichte.

Der Global Digital Report 2020 zeigt:

  • 5,2 Milliarden Menschen haben ein Mobiltelefon.
  • 4,5 Milliarden Menschen nutzen das Internet.
  • 3,8 Milliarden Menschen nutzen Social-Media-Kanäle wie Facebook, Tik Tok oder Instagram.

In diesem Sinne: Schön, dass Sie uns auf digitalem Weg lesen.
Ich wünsche Ihnen einen spannenden Tag.
Martin Oswald