Sicherheit
Patrouillen, Verstärkung und Briefe an Schulen: Ostschweizer Polizei ist parat für Halloween

Süssigkeiten sammeln, statt Sachen beschädigen. Verschiedene Ostschweizer Polizeieinheiten ergreifen Präventionsmassnahmen für Halloween. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt aber: Zumeist geht es an Halloween einigermassen friedlich zu und her.

Sarah Lippuner/FM1Today 1 Kommentar
Drucken
Teilen
Verkleidete Kinder unterwegs an Halloween in St. Gallen St. Fiden.

Verkleidete Kinder unterwegs an Halloween in St. Gallen St. Fiden.

Bild: Benjamin Manser

In der Halloween-Nacht am 31. Oktober auf den 1. November werden mehr Polizeipatrouillen in der Ostschweiz unterwegs sein als in einer normalen Sonntagnacht. Die Kantonspolizei St.Gallen, die Kantonspolizei Thurgau sowie die Stadtpolizei St.Gallen und die Stadtpolizei Chur werden verstärkt präsent sein. Dies soll Sachbeschädigungen von Jugendlichen verhindern. «Der Geist von Halloween besteht nicht in der Zerstörung von fremdem Eigentum», schreibt Claudia Brunner von der Kantonspolizei Thurgau auf Anfrage von FM1Today.

«Jugendliche können ihr Leben kaputt machen»

Auf noch mehr Prävention setzt die Kantonspolizei St.Gallen. Auch dieses Jahr versendet sie Briefe an die Schulleitungen von Oberstufen mit dem Hinweis, man solle die Eltern der Schülerinnen und Schüler auf Konsequenzen von Sachbeschädigungen aufmerksam machen. «Sachbeschädigungen haben finanzielle Auswirkungen auf die Jugendlichen und deren Eltern, diese können haftbar gemacht werden», sagt Mediensprecher Hanspeter Krüsi von der St.Galler Kantonspolizei.

«Wenn wir die Jugendlichen bei Sachbeschädigungen erwischen, wird ein Strafverfahren eröffnet und das kann ihnen unter Umständen ihr junges Leben kaputt machen.»

Im Kanton St.Gallen werden zudem Kioske und Tankstellenshops darauf hingewiesen, offene Augen zu haben, falls eine Gruppe von Jugendlichen grosse Mengen an Eiern, Mehl oder Rasierschaum kaufe. In einem solchen Fall lohne es sich, mit den Jugendlichen das Gespräch zu suchen und Konsequenzen aufzuzeigen. «Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht», sagt Krüsi.

Halloween verläuft meistens ruhig

Auch die Stadtpolizei Chur habe in vergangenen Jahren Kontakt zu Schulen aufgenommen, aktuell befinde sie dies aber nicht mehr als nötig. «In den letzten Jahren war es in Chur ruhiger und anständiger in der Halloween-Nacht», sagt Emil Gartmann von der Stadtpolizei Chur.

«Wir erhoffen uns auch dieses Jahr eine ruhige Nacht.»

Der Tenor lautet bei allen angefragten Polizeistellen gleich: In den letzten Jahren sei es nur zu wenig Sachbeschädigungen an Halloween gekommen. Bei der Stadtpolizei St.Gallen gingen in den letzten Jahren jeweils zwischen 5 und 10 Meldungen ein.

Dass die Lage durch Corona zusätzlich angespannt sein könnte, habe man in Chur und im Kanton St.Gallen berücksichtigt. Man gehe aber nicht davon aus, dass dies zu mehr Sachbeschädigungen führe, da Halloween vor allem Jugendliche und nicht politische Personen anspreche.

1 Kommentar
Kurt Tanner

Irgendwie geht diese Sammlerei von Süssigkeiten nicht auf. Da verbietet man den Kindern Sachen von Fremden anzunehmen und nachher gehen sie von Haus zu Haus und verlangen nach Naschwerk! Der ganze Halloweenbrauch ist sowieso unnötig.

Aktuelle Nachrichten