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Brandgefährliche Ostschweiz: Schlecht gelöschte Grillstellen lösen Flurbrände aus

Die meisten halten sich ans strikte Feuerverbot. Ganz offensichtlich aber nicht alle. Verstösse gegen das Feuerverbot können teuer zu stehen kommen.
Regula Weik
Abgebrannte Föhre auf der Alp Chlus unterhalb der Ebenalp. (Bild: Kapo AI)

Abgebrannte Föhre auf der Alp Chlus unterhalb der Ebenalp. (Bild: Kapo AI)

Auf der Alp Chlus unterhalb der Ebenalp ist am Dienstagnachmittag eine Föhre in Brand geraten. Der Senn rückte sofort mit einer Motorsäge aus, fällte die brennende Föhre und löschte sie notdürftig. Ein weiterer Helfer stieg mit einem Feuerlöscher von der Ebenalp ab und unterstützte den Senn bei den Löscharbeiten. Die Feuerwehr bot einen Helikopter auf, der Wasser von Seealpsee zum Brandplatz brachte – insgesamt transportierte er mit acht Flügen je 1000 Liter Wasser auf die Alp. Die ausgerückten Feuerwehrleute suchten die Gegend mit einer Wärmebildkamera nach weiteren Glutnestern ab. Ganz in der Nähe der brennenden Föhre befand sich eine improvisierte Feuerstelle. Die Innerrhoder Polizei ermittelt die genaue Brandursache.

Im Glarnerland wurde gleichentags durch eine schlecht gelöschte Grillstelle ein Flurbrand ausgelöst. Eine unbekannte Person hatte um die Mittagszeit oberhalb von Ennenda unter einer Baumgruppe ein Grillfeuer entfacht. Die Rettungskräfte boten einen Helikopter auf, der mit Wasser aus der Linth den Brand bekämpfte. In Bündnerland kam es durch eine achtlos aus dem Autofenster geworfene Zigarette zu einem Böschungsbrand.

In der ganzen Ostschweiz ist es strikte verboten, im Freien ein Feuer zu entfachten. Das Verbot gilt in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, Glarus, St. Gallen, Thurgau wie auch im Fürstentum Liechtenstein. Und es galt nicht nur bis und mit Nationalfeiertag, wie das gleichzeitige Feuerwerksverbot hätte vermuten lassen können. Das Verbot gilt bis auf weiteres – bis zum öffentlichen Widerruf durch die Behörden.

Brandverursacher werden zur Kasse gebeten

Wer gegen das Feuerverbot verstösst, handelt sich Ärger ein und kann gebüsst werden. Wenn über ihren Notruf die Meldung eingehe, in der Nachbarschaft oder sonst irgendwo werde gefeuert, werde die Feuerwehr aufgeboten, sagt Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen. Die Feuerwehr kann je nach Situation die Polizei beiziehen. «Die Polizei verteilt vor Ort keine Bussen», sagt Krüsi. Ein Verstoss gegen das Verbot kann zu einer Anzeige bei der Staatsanwaltschaft führen. Wer durch sein Verhalten einen Wald- oder Flurbrand verursacht, muss für die dadurch anfallenden Kosten aufkommen – jetzt wie auch in Zeiten ohne Feuerverbot. Das kann rasch in die Tausende von Franken gehen.

Die Kantonspolizei St. Gallen will morgen Vormittag Bilanz über die vergangenen Tage ziehen.

Hitliste der kühlsten Kirchen

Eine Entspannung der aktuellen Wetter- und Trockenheitssituation ist nicht in Sicht. Sonnig und schwülheiss, lautet die Prognose der Meteorologen auch für die nächsten Tage. Eine originelle Idee haben sich in diesen Hitzetagen die Vorarlberger Kirchen einfallen lassen. Die Diözese Feldkirch hat eine Landkarte der kühlsten Sakralgebäude in Vorarlberg erstellt. Mesner haben laut der österreichischen Nachrichtenagentur die Temperatur in ihren Kirchen gemessen. Die Rangliste der kühlsten Kirchen führt die Wallfahrtskirche Basilika in der Gemeinde Bildstein im Bezirk Bregenz mit 15 Grad Celsius an. Für die Auszeit in den kühlen Oasen empfiehlt die Diözese: «Den Blick schweifen lassen, hinsetzen, in einem Buch blättern, die Gedanken von der Leine lassen – und auch ein kurzes Gebet ist nicht verboten.»

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