Bordellbetreiber plakatiert gegen den Stadtpräsidenten

Rorschach. «Ich will die Bevölkerung aufrütteln», sagt Georg Vetsch, der vor seiner Venus-Bar Plakate mit einem «Beobachter»-Artikel über Rorschachs Stadtpräsidenten Thomas Müller aufgestellt hat. Der Artikel handelt von einer alten Erbangelegenheit, in die Müller als Anwalt involviert war.

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Rorschach. «Ich will die Bevölkerung aufrütteln», sagt Georg Vetsch, der vor seiner Venus-Bar Plakate mit einem «Beobachter»-Artikel über Rorschachs Stadtpräsidenten Thomas Müller aufgestellt hat. Der Artikel handelt von einer alten Erbangelegenheit, in die Müller als Anwalt involviert war. In dem Fall soll er gemäss der Zeitschrift «geschlampt» haben. Georg Vetschs Ansinnen: «Ich fordere seinen Rücktritt.»

Das Handeln Müllers als Anwalt interessiert Vetsch indes nur am Rande. Ihm geht es vor allem um seinen Erotikbetrieb und ein geplantes Bordell. Wegen diesen Vorhaben liegen sich die Stadt Rorschach und Vetsch seit Jahren in den Haaren. Der Stadtrat hat nun diese Woche einen Erlass veröffentlicht, mit dem er das Stadtzentrum Rorschachs vom Sexgewerbe freihalten will. Vetschs Betrieb befindet sich im Stadtzentrum. Die Stadt Rorschach nimmt die Plakat-Aktion «zur Kenntnis», wie Stadtschreiber Bruno Seelos sagt.

Stadtpräsident Thomas Müller nimmt weder zum Plakat noch zur Forderung von Vetsch Stellung. (seb)

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