Bodenseeregion so produktiv wie Finnland

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Wachstum Der Bodenseeraum bleibt als Wohn- und Arbeitsort attraktiv. Rund um den See ist die Bevölkerung zwischen 2000 und 2015 um gut 12 Prozent gewachsen und beträgt nun rund 4 Millionen Personen. Das geht aus grenzüberschreitenden Zahlen hervor, welche die Geschäftsstelle der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) am Donnerstag veröffentlichte. Demnach wuchs die Bevölkerung in der Bodenseeregion zwischen 2000 und 2015 von 3,6 auf 4 Millionen Personen. Bis 2030 prophezeit die IBK zudem ein Wachstum um weitere elf Prozent.

Hingegen ist die Zahl der unter 20-Jährigen zwischen 2000 und 2015 von 830000 auf 803000 zurückgegangen. Gestiegen ist die Anzahl der Erwerbstätigen, jährlich durchschnittlich um 1,5 Prozent. Nach den vorliegenden Zahlen erwirtschaftet die Vierländerregion ein Bruttoinlandprodukt (BIP) von 229 Milliarden Euro und ist damit gleichauf mit Finnland. Die Hotelleriebetriebe der Bodenseeregion konnten 2016 ausserdem erstmals mehr als 20 Millionen Übernachtungen verzeichnen.

Von Ravensburg bis nach Liechtenstein

Zusammengestellt und veröffentlicht wurden die Daten von der Arbeitsgruppe Statistikplattform Bodensee der IBK unter der Federführung der Fachstelle für Statistik des Kantons St.Gallen. In der Broschüre «Die internationale Bodenseeregion in Zahlen 2017» werden neben allgemeinen Eckdaten Entwicklungen in Wirtschaft und Tourismus und bei der Bevölkerung präsentiert.
Zum Gebiet der IBK gehören die Kantone Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St.Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden sowie die deutschen Landkreise Konstanz, Sigmaringen, Bodenseekreis, Ravensburg, Lindau, Oberallgäu und die kreisfreie Stadt Kempten sowie das österreichische Land Vorarlberg, und das Fürstentum Liechtenstein. (sda)