Bodenseefischer verlieren Existenzgrundlage

Die Fänge der Bodenseefischer gehen weiter rapide abwärts. Die Beute der ersten vier Monate des Jahres 2015 bezeichnen sie unisono als nie dagewesene Katastrophe.

Gernot Grabher
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Der Fischer zieht leere Netze aus dem Bodensee. (Bild: Gernot Grabher)

Der Fischer zieht leere Netze aus dem Bodensee. (Bild: Gernot Grabher)

Die Fischer sind verzweifelt. Angesichts des kaum mehr vorhandenen Planktons wegen des Phosphatmangels im sauberen Bodenseewassers, fehle die Nahrung für das Heranwachsen der Fische. Es lohne sich schon gar nicht mehr, überhaupt auf den See zu fahren, sagt Gallus Baumgartner, Obmann der St.Galler Berufsfischer aus Altenrhein. Die Netze blieben leer.

Insgesamt halten am St.Galler Ufer noch 14 Berufsfischer Patente, die Hälfte von ihnen habe aber bereits resigniert und lasse die Netze zu Hause hängen. Nur noch eine Handvoll versuche vom Fischen zu leben, wenn auch fast alle inzwischen einem weiteren Erwerb nachgehen müssen, weil die Fänge nicht einmal den Treibstoff hereinbringen. Gallus Baumgartner ironisch: „Fischen muss man sich heute leisten können.“

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