Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Bodenseefähren: Studie empfiehlt Halbstundentakt

FRAUENFELD. Der Thurgauer Regierungsrat ist für den Ausbau der Fährverbindung zwischen Friedrichshafen und Romanshorn zum Halbstundentakt. Das hielt Regierungspräsidentin Monika Knill nach einem Treffen mit einer Delegation von Baden-Württemberg fest. Heute fahren die Schiffe im Stundentakt.
Bodenseefähre vor Romanshorn (Bild: Reto Martin)

Bodenseefähre vor Romanshorn (Bild: Reto Martin)

FRAUENFELD. Der Thurgauer Regierungsrat ist für den Ausbau der Fährverbindung zwischen Friedrichshafen und Romanshorn zum Halbstundentakt. Das hielt Regierungspräsidentin Monika Knill nach einem Treffen mit einer Delegation von Baden-Württemberg fest. Heute fahren die Schiffe im Stundentakt.

«Sinnvolle Idee»

Baden-Württemberg habe ein Interesse am Ausbau der Fährverbindung, da es bei den Strassen rund um den Bodensee Kapazitätsprobleme gebe und da es besser sei, wenn Autos und Lastwagen über statt rund um den See führen, sagte der Stuttgarter Verkehrs- und Infrastrukturminister Winfried Hermann. Das Land habe aber keine Mittel für eine Beteiligung an den Kosten.

Der Thurgau und Baden-Württemberg hätten eine Studie zum Thema erstellen lassen, sagte Volkswirtschaftsdirektor Kaspar Schläpfer. «Wir wissen jetzt, dass die Idee grundsätzlich sinnvoll ist.» Der Halbstundentakt der Fähren sei für eine bessere Verbindung der Wirtschafts- und Kulturräume nördlich und südlich des Bodensees nötig. Die Studie empfehle, den Halbstundentakt zu realisieren. Das werde aber frühestens zwischen 2015 und 2017 der Fall sein. Um die ungedeckten Kosten der zusätzlichen Fährverbindungen zu decken, seien zu Beginn Ausgaben von 1,6 Millionen Euro pro Jahr möglich. Die Verdichtung des Fahrplans würden gemäss Prognosen zu einer Frequenzsteigerung von 40 Prozent führen, so dass die ungedeckten Kosten auf eine Million Euro pro Jahr sinken.

Mitfinanzierung verlangt

Wird der Thurgau das bezahlen? Schläpfer gibt sich kategorisch. «Wir werden die Kosten nicht allein tragen. Wir erwarten und verlangen, dass sich die deutsche Seite daran beteiligt.» Das dürfte Probleme geben. Wobei es für den Volkswirtschaftsdirektor keine Rolle spielt, ob das Land, die Landkreise oder regionale Ebenen auf deutscher Seite die Finanzierung übernehmen.

Zudem war die Rede von drei neuen Fähren, die nötig seien. Hermann Hess, Verwaltungsratspräsident der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt (SBS), sagte, dass zwei der Bodenseefähren ohnehin ersetzt werden müssen. Er wies auf die im Vergleich zu einer Strasse kleine Kapazität der Fähren hin. Die «Euregia» und die «Romanshorn», die beide der SBS gehören, können 700 respektive 560 Passagiere plus 50 respektive 35 Autos befördern. (mkn)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.