Bodensee-Sommer
Leinen wieder an: Nach 111 Kilometern Fahrt am Ziel – so war die Reise mit der MS St.Gallen auf dem Bodensee

Romanshorn, Rorschach, Kreuzlingen, Konstanz, Insel Mainau, Meersburg: Jeden Sommer geniessen zahlreiche Passagiere eine Kursfahrt auf dem Bodensee. Wie aber gestaltet sich eine solche und wie wird das Ganze organisiert? Lesen Sie die Rundfahrt mit der MS St.Gallen in unserem Liveticker nach.

Alexandra Pavlović und Raphael Rohner
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17:15 Uhr

Leinen wieder an!

Zurück zuhause, zurück im Heimathafen Romanshorn. Hiermit endet unser Liveticker. Wir bedanken uns fürs Mitlesen. Weitere Geschichten rund um unsere Serie «Bodensee-Sommer» finden Sie direkt im Dossier hier.

Die Rundfahrt der MS St.Gallen in Bildern:

Nach 111 Kilometern wieder am Ziel, dem Romanshorner Hafen.
63 Bilder
Vor der Ankunft noch ein letztes Mal die Sonnenstrahlen geniessen.
Nach acht Stunden endet auch der Arbeitstag des Kapitäns.
Auch Maschinist Felix Allensbach freut sich auf den Feierabend.
Kapitän und Maschinist besprechen das letzte Landemanöver.
Das Pfahlbauerdorf Unteruhldingen.
Dramatische Wolken über dem Bodensee.
Sandra Rymann arbeitet seit 16 Jahren als Kassierin und Maschinistin.
Die 46-jährige ist eine Quereinsteigerin und arbeitet auch in der Küche...
... und an Deck.
Den Beruf als Kapitänin würde sie ebenfalls gerne einmal ausüben. Darauf arbeite sie hin, bisher hat es nicht geklappt.
Volle Kraft voraus.
Die Fährschiffe zwischen Konstanz und Meersburg kreuzen sich.
Kapitän Dominik Wattinger steuert den Meersburger Hafen an.
Ankunft in Meersburg.
Meersburg im Blick.
Gewitterstimmung im Konstanzer Hafen.
Land in Sicht? Vermutlich schon – wir befinden uns ja auf dem Bodensee.
Dunkle Wolken am Himmel über dem Bodensee.
Blick durchs Bullauge.
Während der Fahrt kommt plötzlich Regen auf.
Zwei Schwesterschiffe kreuzen sich: Die MS Konstanz beim Hafen von Rorschach.
Die MS Konstanz kreuzt die MS St.Gallen
Die beiden Kapitäne grüssen sich.
Ein beliebtes Sujet von Fahrgästen. Die Schweizer Flagge vor den Weiten des Bodensees. Ein beliebtes Sujet von Pressefotografen: Personen, die etwas fotografieren.
Bereit für den nächsten Hafen.
Fahrgäste geniessen die Frische Luft an Deck.
Nur Befugte haben Zutritt zum Kapitän.
Der Hafen von Rorschach.
Die Weiten des Bodensees.
Weiter geht's.
Halt im Hafen Arbon.
Maschinist Felix Allensbach.
Bei Maschinist Felix Allensbach sitzen alle Griffe.
Pünktlich um 9:47 Uhr manövrierte Kapitän Dominik Wattinger das Schiff aus dem Romanshorner Hafen.
Volle Kraft voraus.
Die MS St.Gallen verlässt den Romanshorner Hafen.

Nach 111 Kilometern wieder am Ziel, dem Romanshorner Hafen.

16:35 Uhr

Schon fast am Ziel!

Und auch unsere Berichterstattung endet demnächst. Wie es sich gehört, verabschiedet sich die MS St.Gallen mit einem lauten Hornen.

16:28 Uhr

So langsam neigt sich auch die achtstündige Schicht des Kapitäns dem Ende zu. Die Gäste auf dem Schiff verabschiedet er folgendermassen:

16:18 Uhr

Bevor wir an unserem Ziel, dem Romanshorner Hafen, wieder andocken, geniessen Sie noch einmal die Ruhe auf dem See in unserem Video:

16:14 Uhr

Weitere Fakten zum Schiff

Die MS St.Gallen ist das grösste Schiff der Flotte und wurde über den Winter in der eigenen Werft für über fünf Millionen Franken neu motorisiert und renoviert.

Und so zeigt sich der neu renovierte Innenbereich.

Und so zeigt sich der neu renovierte Innenbereich.

Eigentlich hätte das Flaggschiff im April 2020 am Hafenfest dem Ostschweizer Publikum präsentiert werden sollen. Aufgrund der Pandemie wurde es ohne grosse Veranstaltung im regulären Kursverkehr eingesetzt.

Auch die WC-Anlagen überzeugen.

Auch die WC-Anlagen überzeugen.

15:52 Uhr

Die Fahrt geht gemächlich am Schweizer Ufer des Bodensees entlang. Bei Passagieren ist jetzt «Zvieri-Ziit». Eine Gruppe Grossmütter isst mit ihren Enkeln Kuchen, sie trinken dazu genüsslich Kaffee, während am Tisch daneben Gäste aus Indien interessiert herüberschielen. Auf den Aussichtsdecks des Schiffes tollen Kinder herum oder halten sich an den Relingen der MS St.Gallen fest, während sie ein Glace schlecken.

Die Sonne scheint wieder und die rund drei mal drei Meter grosse Schweizerfahne weht leicht im Fahrtwind hinter dem Schiff.

15:40 Uhr

Obwohl die Maskenpflicht im Aussenbereich nicht mehr nötig ist, muss sie drinnen nach wie vor getragen werden. Tickets für die Fahrt werden im Innenbereich bezogen: Auf der Seite ist eine kleine Kasse mit Sichtschutz aufgestellt. Hier können die Gäste ihre Tageskarte lösen. Die Anzahl verkaufter Tickets variiert von Tag zu Tag. Es können mal 50, mal bis zu 200 sein. «An den Wochenenden und bei schönem Wetter verkaufen wir aber deutlich mehr, respektive es kommen mehr Gäste aufs Schiff», sagt Rymann.

Bild: Raphael Rohner

An ihrem Job liebt die Quereinsteigerin die Abwechslung. Jeder Tag sei eine Überraschung. Und sonst? «Gibt es was Schöneres als täglich in der Natur zu sein, das Wasser zu bestaunen und mit Menschen Kontakt zu haben?»

15:28 Uhr

Eine Person, welche wir noch nicht vorgestellt haben, ist Sandra Rymann. Die 46-Jährige arbeitet seit 16 Jahren als Kassierin und Maschinistin. Auch sie ist eine Quereinsteigerin, wie so viele in ihrer Berufsgruppe. «Ich bin nicht nur für die Kasse an Bord zuständig, sondern beantworte auch die Fragen der Gäste, helfe in der Küche und im Service aus.» Den Beruf als Kapitänin würde sie ebenfalls gerne einmal ausüben. Darauf arbeite sie hin, bisher hat es nicht geklappt.

Auch der 36-jährige Kapitän Dominik Wattinger bestätigt, dass Frauen im Schiffsbetrieb eher rar sind. Er vermutet, dass es bisher einfach eher eine Männerdomäne war und sich die Frauen, den Job nicht zutrauen würden. «Dabei wären sie prädestiniert dafür. Wie schon gesagt, ein ruhiger Charakter ist in diesem Job das A und O. Und Frauen sind darin eindeutig besser als wir Männer.»

15:20 Uhr

Während wir wieder Schweizer Ufer steuern, schauen wir auf die Saison 2020. Die Schweizerische Bodensee-Schiffahrtsgesellschaft blickt in ihrer 160-jährigen Geschichte auf eines der schwierigsten Jahre zurück. Der Lockdown, die geschlossenen Grenzen und die Maskenpflicht, stellten das Unternehmen vor grosse Herausforderungen. Die Passagierzahlen haben sich im Krisenjahr 2020 mehr als halbiert, was sich in einem Unternehmensverslust in Millionenhöhe niederschlägt, gibt uns das Unternehmen bekannt.

Nach dem Totalausfall der Vorsaison ist die Schifffahrt auf dem Bodensee erst wieder am 6. Juni 2020 in die Saison gestartet. Jedoch ist sie auch im Sommer nie richtig in Fahrt gekommen. Im Herbst musste daher der Fahrplan aufgrund der fehlenden Passagiere um rund 80 Prozent gekürzt werden.

Per Ende der Saison 2020 waren massiv weniger Passagiere an Bord der Kursschiffe und Fähre anzutreffen als im Vorjahr: Gerade einmal 265’000 Personen. Dies entspricht laut Unternehmen weniger als der Hälfte der Passagiere des Vorjahres. Der Ausflugsverkehr war mit einem Minus von rund 56 Prozent (112'000 Personen/-145'000 Personen) noch stärker vom Einbruch betroffen als die mit der deutschen Schifffahrtsbetrieben geteilte Fährverbindung zwischen Romanshorn und Friedrichshafen, auf welcher sich die Passagiere auf 275'000 halbiert haben.

15:13 Uhr

Unteruhldingen ist unser letzter Halt auf deutscher Seite. Nach diesem geht es für uns wieder zurück in die Schweiz. Zuvor machen wir einen Halt in Konstanz, ehe es dann nach Kreuzlingen und Romanshorn geht.

15:00 Uhr

Wir allerdings verlassen das Schiff nicht, sondern bleiben sitzen. Unser nächster Halt ist Unteruhldingen.

Vielen dürfte das als Pfahlbauerdorf bekannt sein. Wer schon einmal hier war, erhält einen Eindruck vom Leben unserer Vorfahren vor 3000 Jahren.

14:45

Von Meersburg führt uns der Weg zur Insel Mainau. Vielen wird sie als Blumeninsel bekannt sein. Für Besucher ist sie das ganze Jahr zugänglich, ein Ausflugsmagnet ist sie auch für viele Gäste der MS St.Gallen. Die Insel hat ein Fläche von 45 Hektaren und ist die drittgrösste am Bodensee.

Über die Entstehung der Insel ist bekannt, dass der ungarische Fürst Esterházy den heutigen Schlosshof 1827 anlegen liess. Er pflanzte nicht nur exotische, sondern auch einheimische Pflanzen. Im Jahr 1853 erwarb der Grossherzog Friedrich I. von Baden die Insel Mainau als Sommersitz.

Der Grossherzog vergrösserte den Baumbestand, schuf das Arboretum und liess einen Rosengarten anlegen, brachte zusätzlich Zitronen- und Orangenbäume sowie Palmen auf die Insel.

14:25 Uhr

Die Fahrt in Bildern

Nach 111 Kilometern wieder am Ziel, dem Romanshorner Hafen.
63 Bilder
Vor der Ankunft noch ein letztes Mal die Sonnenstrahlen geniessen.
Nach acht Stunden endet auch der Arbeitstag des Kapitäns.
Auch Maschinist Felix Allensbach freut sich auf den Feierabend.
Kapitän und Maschinist besprechen das letzte Landemanöver.
Das Pfahlbauerdorf Unteruhldingen.
Dramatische Wolken über dem Bodensee.
Sandra Rymann arbeitet seit 16 Jahren als Kassierin und Maschinistin.
Die 46-jährige ist eine Quereinsteigerin und arbeitet auch in der Küche...
... und an Deck.
Den Beruf als Kapitänin würde sie ebenfalls gerne einmal ausüben. Darauf arbeite sie hin, bisher hat es nicht geklappt.
Volle Kraft voraus.
Die Fährschiffe zwischen Konstanz und Meersburg kreuzen sich.
Kapitän Dominik Wattinger steuert den Meersburger Hafen an.
Ankunft in Meersburg.
Meersburg im Blick.
Gewitterstimmung im Konstanzer Hafen.
Land in Sicht? Vermutlich schon – wir befinden uns ja auf dem Bodensee.
Dunkle Wolken am Himmel über dem Bodensee.
Blick durchs Bullauge.
Während der Fahrt kommt plötzlich Regen auf.
Zwei Schwesterschiffe kreuzen sich: Die MS Konstanz beim Hafen von Rorschach.
Die MS Konstanz kreuzt die MS St.Gallen
Die beiden Kapitäne grüssen sich.
Ein beliebtes Sujet von Fahrgästen. Die Schweizer Flagge vor den Weiten des Bodensees. Ein beliebtes Sujet von Pressefotografen: Personen, die etwas fotografieren.
Bereit für den nächsten Hafen.
Fahrgäste geniessen die Frische Luft an Deck.
Nur Befugte haben Zutritt zum Kapitän.
Der Hafen von Rorschach.
Die Weiten des Bodensees.
Weiter geht's.
Halt im Hafen Arbon.
Maschinist Felix Allensbach.
Bei Maschinist Felix Allensbach sitzen alle Griffe.
Pünktlich um 9:47 Uhr manövrierte Kapitän Dominik Wattinger das Schiff aus dem Romanshorner Hafen.
Volle Kraft voraus.
Die MS St.Gallen verlässt den Romanshorner Hafen.

Nach 111 Kilometern wieder am Ziel, dem Romanshorner Hafen.

13:48 Uhr

Um 13.45 befinden wir uns nun in Meersburg. Wer will, kann hier etwas verweilen und mit der MS Thurgau wieder zurück ans Schweizer Ufer fahren.

Die Fahrt von Konstanz nach Meersburg sehen Sie folgend im Zeitraffer:

13:28 Uhr

Wer nicht gerade beim Essen ist, ist draussen auf Deck und geniesst die Aussicht. Viele knipsen ein Foto - beliebtes Sujet die Damenstatue Imperia. Die Figur ist aus Beton gegossen, neun Meter hoch und 18 Tonnen schwer. Aufgestellt wurde sie 1993. Mit Hilfe eines Rundtisches dreht sie sich innerhalb von vier Minuten einmal um die eigene Achse.

13:17 Uhr

Ganz anders zeigt sich das Wetter in Konstanz. Hier scheint die Sonne, von Regen keine Spur. Pünktlich um 13.15 Uhr sind wir in der deutschen Hafenstadt angekommen. Auch hier bleibt das Schiff wenige Minuten stehen, ehe es weiter geht Richtung Meersburg.

An Bord sind mittlerweile einige Gäste mehr, rund 40 Personen. Die meisten geniessen derzeit ihr Mittagessen. Auf der Speisekarte finden sich neben Zanderknusperli auch Käsespätzli, Gemüselasagne, frittierte Champignons oder auch Pouletgeschnetzeltes.

13:12 Uhr

Wie ist eigentlich das Wetter bei Ihnen? Über uns zieht gerade ein Gewitter her oder wie ein Gast anmerkt: «Es schiffet ufm Schiff!»

13:05 Uhr

Allensbach erzählt, dass am 8. Mai diesen Jahres während einer Kursfahrt zwischen Arbon und Rorschach ein Brand im Maschinenraum ausgebrochen war. «Die Besatzung bemerkte eine starke Rauchentwicklung und steuerte sofort den Landessteg von Horn an. Dort wurde das Schiff evakuiert und das Feuer gelöscht.»

Die MS St.Gallen verfüge über eine hochmoderne CO2-Löschanlage, die auf den Kontrollgängen ebenso kontrolliert werde. Für den Maschinisten ist ein Traum in Erfüllung gegangen: «Ich bin in Mörschwil aufgewachsen und hatte schon mit 18 Jahren ein kleines eigenes Boot. Jetzt werde ich dann bald einmal Kapitän.»

12:50 Uhr

Neben dem Kapitän ist auch Felix Allensbach an Deck. Auf seinem stündlichen Kontrollgang im Maschinenraum, kontrolliert der 36-Jährige Maschinist und Steuermann an Bord die Werte im Bauch des Schiffes. Hinter einer versteckten Tür, gelangt er über eine Leiter nach unten, wo sich die beiden Schiffsmotoren befinden. Die MS St.Gallen fährt seit 1967 auf dem See und wurde im Jahr 2020 totalsaniert. Allenspach kennt jede Leitung des Schiffes bestens: «Ich habe Sanitär und Heizungsmonteur gelernt und arbeite im Winter jeweils an den Leitungen des Schiffes. Bei der Totalsanierung durfte ich die ganzen sanitären Einrichtungen einbauen und kenne wirklich jedes Rohr hier unten.» Der Maschinist schaut die Anzeigen auf einem Tableau an.

Felix Allensbach macht stündlich einen Kontrollgang im Maschinenraum.

Felix Allensbach macht stündlich einen Kontrollgang im Maschinenraum.

Bild: Raphael Rohner

Die beiden Motoren mit je 330 PS werden mit Seewasser gekühlt. Dazu wird das Wasser aus dem See über ein System den Motoren zugeführt und dann wieder in den See geleitet. Im Motorenraum herrschen Temperaturen um die 40°C und es ist ohrenbetäubend laut.

12:34 Uhr

Während wir nun Richtung deutsches Ufer tuckern, wollen wir noch mehr über den Beruf des Kapitäns erfahren. So hat uns Dominik Wattinger weiter erklärt, dass sie alle fünf Jahre eine ärztliche Untersuchung machen müssen. Will man zudem den Beruf ausüben, muss jeder und jede einen Eignungstest absolvieren. Erst dann wird man für die Ausbildung zugelassen. Eine solche macht derzeit Maschinist Felix Allensbach. «Nicht jeder eignet sich für den Job. Man muss belastbar sein und vor allem ruhig führen können. Wir geraten ab und zu in einen Sturm, da muss man die Nerven bewahren.»

Was das Steuern des Schiffs angeht, so kann man das in etwa mit einem Auto vergleichen. «Wir müssen stets konzentriert bei der Arbeit sein. Und die Hände am Steuerrad haben.» Vor allem beim Anlegen sei eine ruhige Hand und ein gutes Auge gefragt. «Auch wenn ich schon tausend Mal am Romanshorner Hafen angelegt habe, keine Anfahrt ist gleich.»

Dass eines Tages die Schiffe mal ohne Kapitän fahren könnten, daran glaubt Wattinger nur bedingt. «Ich habe schon davon gehört. Aber vorstellen kann ich mir das nicht. Ein Auto oder ein Zug kann immer kontrolliert werden, ein Schiff nicht. Die See ist unbeständig und unberechenbar, da braucht es den Menschen und seine Fähigkeiten.»

12:29 Uhr

Falls Sie sich fragen, wie viele Kilometer wir heute auf See zurücklegen, es sind 111 Kilometer. Die MS Zürich legt laut Kapitän am meisten zurück von der ganzen Flotte: Total 188 Kilometer.

12:15 Uhr

Während Sie sich durch die Bilder geklickt haben, haben wir einen Abstecher zum Kapitän gemacht. Von Dominik Wattinger wollten wir wissen, wie er zum Beruf kam, was ihn daran fasziniert und was die Anforderungen sind.

11:20 Uhr

Die MS St.Gallen hat den Rorschacher Hafen mittlerweile wieder verlassen und fährt zurück Richtung Arbon. Später geht es weiter in Richtung deutsches Seeufer.

Ein beliebtes Sujet von Fahrgästen. Die Schweizer Flagge vor den Weiten des Bodensees. Ein beliebtes Sujet von Pressefotografen: Personen, die etwas fotografieren.

Ein beliebtes Sujet von Fahrgästen. Die Schweizer Flagge vor den Weiten des Bodensees. Ein beliebtes Sujet von Pressefotografen: Personen, die etwas fotografieren.

Bild: Raphael Rohner
11:07 Uhr

Im Hafen von Rorschach fährt gerade das Schwesterschiff der MS St.Gallen, die deutsche MS Konstanz aus dem Hafen. Die beiden Kapitäne, stehen auf ihren Aussendeck und rufen sich zu: «Warst gestern auch auf See beim Hagel?», fragt der deutsche Kapitän. «Ja! Es hatte Wellen ohne Ende und ich fuhr mit dem kleinen Schiff», ruft Kapitän Wattinger zur Konstanz rüber. Dann trennen sich die beiden Schiffe und die Konstanz fährt davon. Ein letztes Winken und dann dreht das Schiff ab.

Die MS Konstanz der Bodensee-Schifffahrt (BSB) fährt seit über 1964 zur See. Es ist 57 Meter lang und kann total 690 Passagiere aufnehmen. Über die komplette Schifffahrtsaison ist die MS Konstanz - entgegen der Namensgebung - im Hafen Lindau stationiert.

Die MS Konstanz begegnet der MS St.Gallen im Hafen von Rorschach.

Die MS Konstanz begegnet der MS St.Gallen im Hafen von Rorschach.

Bild: Raphael Rohner
10:58 Uhr

Und auch einen ersten «Jöööh»-Effekt konnten wir einfangen. Unserem Videojournalisten Raphael Rohner «schwimmen» auch andere Gäste vor die Linse. Eine Entenfamilie dreht am Rorschacher Hafen ihre Runden.

10:51 Uhr

Um 10.45 Uhr legen wir nun am Rorschacher Hafen an. Hier steigen einige Gäste aus, und viele weitere steigen ein. Unter anderem eine Schlussklasse.

Die Schulkinder kommen aus dem Staunen nicht heraus. Beim Betreten des Schiffes kreischen die Mädchen vor Freude und immer wieder hören wir Sätze wie: «Oh mein Gott, es ist so schön. Wow!»

10:31 Uhr

Nach einem kurzen Zwischenstopp geht es bereits weiter, nächster Hafen: Horn. Hier verweilen wir nur kurz und fahren weiter auf den offenen See. Am Himmel verziehen sich die schwarzen Wolken langsam. An Bord unterhalten sich zwei Damen über ihre Reise auf dem Schiff: «Es ist so schön, gemütlich über den See zu tuckern und einfach die Aussicht zu geniessen.»

Wir können uns dem nur anschliessen. Was wir bisher in der kurzen Zeit erlebt haben, sehen Sie in unserer Galerie. Klicken Sie sich durch die Bilder und geniessen auch Sie - wenn auch nur von fern - ein Hauch «Bodenseefeeling».

Nach 111 Kilometern wieder am Ziel, dem Romanshorner Hafen.
63 Bilder
Vor der Ankunft noch ein letztes Mal die Sonnenstrahlen geniessen.
Nach acht Stunden endet auch der Arbeitstag des Kapitäns.
Auch Maschinist Felix Allensbach freut sich auf den Feierabend.
Kapitän und Maschinist besprechen das letzte Landemanöver.
Das Pfahlbauerdorf Unteruhldingen.
Dramatische Wolken über dem Bodensee.
Sandra Rymann arbeitet seit 16 Jahren als Kassierin und Maschinistin.
Die 46-jährige ist eine Quereinsteigerin und arbeitet auch in der Küche...
... und an Deck.
Den Beruf als Kapitänin würde sie ebenfalls gerne einmal ausüben. Darauf arbeite sie hin, bisher hat es nicht geklappt.
Volle Kraft voraus.
Die Fährschiffe zwischen Konstanz und Meersburg kreuzen sich.
Kapitän Dominik Wattinger steuert den Meersburger Hafen an.
Ankunft in Meersburg.
Meersburg im Blick.
Gewitterstimmung im Konstanzer Hafen.
Land in Sicht? Vermutlich schon – wir befinden uns ja auf dem Bodensee.
Dunkle Wolken am Himmel über dem Bodensee.
Blick durchs Bullauge.
Während der Fahrt kommt plötzlich Regen auf.
Zwei Schwesterschiffe kreuzen sich: Die MS Konstanz beim Hafen von Rorschach.
Die MS Konstanz kreuzt die MS St.Gallen
Die beiden Kapitäne grüssen sich.
Ein beliebtes Sujet von Fahrgästen. Die Schweizer Flagge vor den Weiten des Bodensees. Ein beliebtes Sujet von Pressefotografen: Personen, die etwas fotografieren.
Bereit für den nächsten Hafen.
Fahrgäste geniessen die Frische Luft an Deck.
Nur Befugte haben Zutritt zum Kapitän.
Der Hafen von Rorschach.
Die Weiten des Bodensees.
Weiter geht's.
Halt im Hafen Arbon.
Maschinist Felix Allensbach.
Bei Maschinist Felix Allensbach sitzen alle Griffe.
Pünktlich um 9:47 Uhr manövrierte Kapitän Dominik Wattinger das Schiff aus dem Romanshorner Hafen.
Volle Kraft voraus.
Die MS St.Gallen verlässt den Romanshorner Hafen.

Nach 111 Kilometern wieder am Ziel, dem Romanshorner Hafen.

10:24 Uhr

Unser erster Halt ist der Hafen von Arbon. Auch hier steigen weitere Passagiere ein. Bei Maschinist Felix Allensbach sitzen alle Griffe, die MS St.Gallen legt ideal am Hafen an.

10:10 Uhr

Pünktlich um 9.47 Uhr manövrierte Kapitän Dominik Wattinger das Schiff aus dem Romanshorner Hafen. Mit an Bord sind bereits die ersten Gäste. Per Lautsprecher begrüsst Wattinger alle zur Rundfahrt.

Bild: Raphael Rohner
09:50

Leinen Los! Die MS St.Gallen legt ab

Video: Raphael Rohner
09:45 Uhr

Zunächst einige Fakten zum Kursschiff. Die MS St.Gallen ist 51,2 Meter lang und wurde 1967 erbaut. Die Kapazität reicht für 650 Personen, drinnen hat es Sitzplätze für 200 Menschen. Es hat rollstuhlgängige Toiletten. Der Heimathafen des Schiffes ist Romanshorn. Man kann es auch für zwei Stunden Fahrt ab dem Heimathafen chartern. Kostenpunkt: 6000 Schweizer Franken.

Die MS St.Gallen: 51,2 Meter lang, Baujahr 1967, Kapazität für 650 Personen

Die MS St.Gallen: 51,2 Meter lang, Baujahr 1967, Kapazität für 650 Personen

Bild: Raphael Rohner

Dem Steckbrief über die MS St.Gallen ist auch zu entnehmen, dass bisher 2588 Kilogramm Käse gebraucht wurden. Warum diese Information aufgeführt ist, werden wir im Verlauf der Fahrt herauszufinden versuchen.

09:40 Uhr

Wir befinden uns an Bord der MS St.Gallen. Es ist das Flaggschiff der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt. Wir wollen in den nächsten Stunden nicht nur über die Fahrt berichten, sondern vor allem auch Einblicke in die Arbeit an Deck geben. Wie viele Personen sind tätig? Was muss alles getan werden, damit der Betrieb läuft? Wer ist für was zuständig? Und vieles mehr.

Über ihre Tätigkeit sprechen werden mit uns:

  • Dominik Wattinger, Kapitän
  • Felix Allensbach, Maschinist
  • Sandra Rymann, Kassiererin
09:35 Uhr

Sie fragen sich, wieso wir das machen? In den kommenden neun Wochen wird Sie unsere neue Serie «Bodensee-Sommer» durch die schönste Jahreszeit begleiten. Sie werden nicht nur spannende Reportagen, Porträts und Datengeschichten lesen, sondern von uns auch zahlreiche Tipps zum Leben am Bodensee erhalten. Zum Auftakt nehmen wir Sie heute mit auf eine Reise vom Schweizer ans deutsche Seeufer. Wir steigen in Romanshorn aufs Schiff und lassen uns vom Kapitän nach Meersburg fahren.

09:30 Uhr

Herzlichen willkommen zu unserem heutigen Liveticker. Wir nehmen Sie mit auf eine Schiffsrundfahrt auf dem Bodensee. Vor Ort für Sie unterwegs sind Videojournalist Raphael Rohner und Onlineredaktorin Alexandra Pavlović.